Lesenswertes, Persönliches, Schmerzen

Mein Tennisarm

quält mich schon seit Dezember. Am zweiten Weihnachtstag bin ich nach einem Mittagschlaf mit Schmerzen im Ellbogen aufgewacht. Dabei spiele ich gar kein Tennis. Kleine Verletzungen des Gewebes können durch äußere Einwirkungen, einseitige Belastungen oder Überbelastung entstehen. Die Arbeit am Computer kann das auch verursachen. Ich selbst habe mich leider oft in der letzten Zeit gestoßen.

Zunächst habe ich gar nichts dagegen unternommen. Das wird schon irgendwann verschwinden. Aber so war es nicht. Erst Anfang Februar habe ich genauer nachgeforscht, ob spezielle Kräftigungs- und Dehnungsübungen meine Beschwerden lindern können. Die habe ich dann auch gefunden bei den Bewegungsdocs vom NDR.

Zusätzlich habe ich täglich das Achtsamkeitstraining nach dem MBSR Programm von Jon Kabat-Zin gemacht. Eine Übung davon ist die Sitzmeditation, für die ich mich in einen alten, sehr bequemen Arm Chair gesetzt habe. Ich hatte ein Fenster geöffnet und lauschte dem Vogelzwitschern, das von draußen herein drang. Dabei versuchte ich bei aufkommenden Gedanken, meine ganze Aufmerksamkeit auf den Vogelgesang zu lenken. Für mich sehr schwierig, weil ich gar nicht merke, dass ich plötzlich in meinen Gedanken verharre und nicht mehr den Vögeln zu höre.

Der Body Scan ist eine weitere Übung. Sie wird im Liegen ausgeführt. Im Gedanken wandere ich von den Füßen bis zum Kopf. Ich nehme dann wahr, in welcher Körperregion oder welchem Körperteil Verspannungen, pochende oder stechende Schmerzen sind. Auch dabei triftet meine Achtsamkeit vom Körper zu den Gedanken ab. Ich versuche dann meinen Focus auf meinen Körper zu richten. Manchmal schlafe ich dabei ein. Eigentlich soll das gar nicht passieren. Wenn ich aufwache, bin ich herrlich entspannt, habe neue Energie und fühle mich sehr wohl.

Bereits nach einer Woche war ich fast völlig schmerzfrei. Deshalb habe ich wieder die Bewegungstherapie beendet und die MBSR Übungen vernachlässigt. Eine Woche später hatte sich alles wieder verschlechtert. Die Schmerzen im Ellbogenbereich waren zurück gekehrt. Eigentlich kommen und gehen meine Schmerzen. Gestern hatte ich pochende Schmerzen im Gelenkkopf. Ich habe abends Fotos ausgesucht für eine Fotochallenge über die Farbe blau und für einen Beitrag über den schnellen und warmen Frühlingsanfang in dieser Woche. Nicht ein Zipperlein war zu spüren. Im Moment breitet sich ein Meer an Schneeglöckchen im Garten aus. Gerade jetzt, als ich darüber einen Beitrag auf meinem Blog miksang schreibe, sind die Schmerzen verschwunden.

Volle Sicht von Schwarz Weiß zu Farbe -wer den Balken nach links oder rechts verschiebt.

Nicht nur das Fotografieren macht mir Spaß. Ich bearbeite die meisten meiner Fotos nicht. In einer Fülle von Bildern zu suchen und zu entscheiden, welche bleiben und verwendet werden, ist eine spannende Arbeit. Die Guten in den Beitrag und die schlechten in den Papierkorb.

Gestern Mittag war ich zum Kaffee trinken in unserer Hausgemeinschaft verabredet. Ein Mitbewohner hat seinen Ausstand gegeben. Er hatte einen Kirchkuchen gebacken. Seine Küchenutensilien hatte er bereits in Umzugskisten verpackt. Deshalb mussten wir die Sahne ganz altmodisch aufschlagen, von Hand mit dem Schneebesen. Die Sahne hatte eine ganz andere Konsistenz und hat viel besser geschmeckt. Köstlich, noch heute schwärmen wir davon. Ich habe auch ein Weilchen Sahne geschlagen. Meine Armmuskulatur verspannte. Aber das war nicht schlimm und nach einiger Zeit auch vorbei. Da war auch kein Brennen in den Muskeln wie sonst. Schöne und angenehme Erlebnisse und Tätigkeiten scheinen wohl genauso gut wie Schmerzmittel zu wirken.

Ein Kollege von mir hat auch Probleme mit dem Ellbogen. Morgens beim Aufwachen hat er Schmerzen. Ähnlich wie bei mir, verschwinden die Schmerzen tagsüber. Anscheinend sind wir so tief in unsere Arbeit oder eine Tätigkeit versunken, dass wir dadurch beschwerdefrei werden. Irgendwie verdrängt, bei mir jedenfalls, eine Beschäftigung alles andere.

Das erinnert mich wieder an den Flow. In meinem Beitrag Vom Glücklich sein hatte ich darüber berichtet. Bei einer Beschäftigung, einer Tätigkeit, die uns Spaß macht und in der wir völlig aufgehen, können wir dieses einzigartige Gefühl erleben. Wir versinken dann völlig im gegenwärtigen Moment. Dieses Gefühl des Fließens stellt sich immer dann ein, wenn wir mühelos unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten einsetzen können. Alles läuft dann rund. Wir vergessen Zeit und Raum, vergessen Sorgen und Probleme und bauen so Stress ab. In solchen Momenten kommt bei mir Freude auf und ich entwickele sehr viel positive Energie, die lange anhält. Meine Arbeit führt zu einem genauso positiven Effekt, zeitweise. Vielleicht ist das auch eine wirksame Schmerztherapie.

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Ernährung, Lesenswertes, Persönliches, Rezepte

Nahrungsmittel helfen nicht nur bei Gelenkerkrankungen

nachweislich die Entzündungen und damit die Schmerzen zu reduzieren. Royusch hat 2021 zu einer Foto Challenge über Nahrung eingeladen. Einmal im Monat können wir ein Foto posten, das sich mit diesem äußerst wichtigen Thema befasst. Einfach eine gute Gelegenheit, darüber zu schreiben. Denn oft merke ich, dass Menschen mit chronischen Erkrankungen noch immer zu wenig über Ernährungstherapien wissen. Obwohl soviel in den Medien darüber berichtet wird. Und gerade jetzt, in einer Zeit, in der wir alle doch viel mehr zu Hause sind und Zeit haben uns auf eine Ernährungsumstellung zu konzentrieren.

Auf meinem Foto Blog Miksang habe ich heute schon einiges über die sekundären Pflanzenfarbstoffe geschrieben. In jeder Pflanze kommen mehrere Flavonoide vor; genauso wie in meinem Gemüseeintopf. Kochen ist für mich auch immer meditativ. So ein bisschen wie Ikebana.

Dazu werden Karotten, Kartoffeln, Rote Beete, Sellerie und Zwiebeln geschält und gewürfelt. Wenn die Karotten Bio Qualität haben, werden sie mit Schale verarbeitet. In Olivenöl werden die Gemüsestücke angeschwitzt, bis die Zwiebeln glasig aussehen. Manchmal gebe ich auch Pastinaken oder Petersilienwurzeln dazu. Ich gieße dann Gemüsebrühe an und gebe einige Zweige von Thymian, Rosmarin und ein Lorbeerblatt dazu. Natürlich nicht Pfeffer und Salz vergessen.

Wer mag, kann fein gehackten Chili dazu geben. Sein Wirkstoff Capsaicin wirkt auch antientzündlich, durchblutend und schmerzlindernd. Genauso wie Zwiebeln mit ihren Schwefelverbindungen Entzündungen bekämpfen.1

Sobald ich Brühe angieße, beginnt der Sud eine Purpur rote Farbe anzunehmen. Sie wird mit der Zeit immer intensiver. Betalain wird aus der Roten Bete gelöst und hat wie die Carotinoide auch eine antioxidative Wirkung.2/3

Aber verwechselt dieses Flavonoid bitte nicht mit Anthocyanen. Aufgrund seiner chemischen Eigenschaft kann aus Betalain kein Anthocyan gebildet werden.4 Obst und Gemüse, das eine intensive rote bis blaurote, violette, blauschwarze Farbe hat, enthält den sekundären Pflanzenfarbstoff Anthocyan. Er hat eine sehr starke antioxidative Wirkung und fängt deshalb alle freien Radikale in unserem Körper. Er reagiert sogar stärker mit Schadstoffen als Vitamin C und hilft so freie Radikale aufzufangen.5

In der Deutsche Apotheker Zeitung wird von einem Versuch berichtet, mit Ratten. Einige Tiere wurden mit einem Anthocyan haltigen Trauben Johannisbeersaft gefüttert. Eine Kontrollgruppe erhielt auch einen Trauben Johannisbeersaft, aber ohne diesen Farbstoff. Bei den Ratten, die Anthocyane getrunken haben, verbesserten sich die Cholesterinwerte und der Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren hatte zugenommen. Auch der Serumspiegel von bestimmten Botenstoffen, die bei Übergewichtigen gebildet werden und zu Krankheiten führen, wurde gesenkt. Die Wissenschaftler vermuten, dass Anthocyane das Risiko für Diabetes Typ 2 und Herz Kreislauferkrankungen verringern können.

Und ganz nebenbei: auch mit Rotwein1 wird dieser super Radikalfänger eingenommen. Also ein Gläschen schadet nicht. Aber bei zu hohen Cholesterinwerten sollte darauf verzichtet werden.

Zurück zur Suppe: die wird jetzt mittlerweile gar sein. Feine Streifen von Grünkohl werden jetzt in die Suppe gegeben und gar gezogen. Ich habe auch schon anstatt Grünkohl Wirsing genommen. Das hat auch gut geschmeckt. In allen Kohlarten stecken Senföle, die entzündungshemmend wirken, und viel Vitamin C. Beim Kochen wird das leider zum Teil zerstört. Deshalb koche ich gerne mit einem Schnellkochtopf.

Warum es besser ist mit ihm zu kochen, erkläre ich gerne ein anderes Mal. Sonst verliere ich hier meinen roten Faden.

So, wenn alles den Gargrad hat, den ihr mögt, alles abgeschmeckt ist und auf Teller verteilt wurde, könnt ihr noch ein Toping oben drauf geben. Auf dem Foto seht ihr Schmand mit einem grobkörnigen Koriander Senf und Estragon verrührt. Eine Abwandlung davon ist Schmand mit Meerrettich.

Im Originalrezept werden gebratene Rumpsteaks in Scheiben geschnitten und auf die Suppe gelegt. Der Schmand wird mit Senfkörnern und fein gehacktem Rucola vermengt. Rucola enthält auch Senföle. Eiweiß wirkt sehr gut bei Sodbrennen, Problemen mit Blutfettwerten, erhöhtem Cholesterinspiegel und bei Fettleber. 6/7Selbst bei Arthrose ist Rindfleisch in Maßen genossen gesund.8

In einer Pflanze kommen immer mehrere Farbstoffe vor. Auch dort haben sie die Aufgabe, die Zellen vor UV- Strahlung, Wärme und oxidativem Stress zu schützen. Und auch für uns ist es wichtig sich mit ausreichend sekundären Pflanzenstoffen zu versorgen. Sie schützen die Zellen vor Alterungsprozessen und schadhaften Veränderungen. Empfohlen wird deshalb: täglich die Farben eines Regenbogens zu essen.

Gemüseeintopf mit Rote Beete

1 Entzündungshemmer: Mit Gewürzen gegen Entzündungen | NDR.de – Ratgeber – Gesundheit

2/4 Betalaine (chemie.de): https://chemie.de/lexikon/Betalaine.html

3 Quelle: Wikipedia

5 DocCheck Flexikon: Anthocyan – DocCheck Flexikon

Deutsche Apotheker Zeitung: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2013/daz-34-2013/anthocyane-beeinflussen-fettstoffwechsel

6 Ernährung bei Fettleber: Die Leber braucht Pausen | NDR.de – Ratgeber – Gesundheit

7 Ernährung bei Sodbrennen | NDR.de – Ratgeber – Gesundheit

8 Ernährung bei Arthrose: wenig Fleisch, viel Grünes | NDR.de – Ratgeber – Gesundheit

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über Arthrose Behandlungen, Corona, Lesenswertes, Persönliches

Kontakt mit Covid 19 Infizierten

hatte ich bestimmt schon. Doch bisher bin ich nicht erkrankt. Ich hoffe, dass ihr auch bislang keine negativen Erfahrungen mit diesem Virus gemacht habt und gut ins neue Jahr gekommen seid. Privat und beruflich hat sich bei mir in den letzten drei Monaten einiges ereignet. Daher hatte ich leider keine Zeit regelmäßig eure Beiträge zu lesen und selbst zu schreiben. Jetzt weiß ich natürlich nicht, wie es euch geht. In den nächsten Tagen werde ich mich wieder intensiver auf euren Blogs tummeln. Ich bin schon gespannt, worüber ihr geschrieben habt und was bisher passiert ist.

In meiner Nachbarschaft lebt ein älterer Herr, 89 Jahre alt. Er hat im letzten dreiviertel Jahr an Kraft verloren. So beschreibt er seinen Zustand selbst. Der erste Lock down und die damit verbundenen Maßnahmen haben ihn verängstigt. Er ist weniger nach draußen gegangen. Nun hat er Thrombosen und die damit verbundenen Folgeerscheinungen bekommen. Er ist auch einsam geworden.

Davor hat er in seinem großen Haus und in seinem Garten gearbeitet. Täglich selbst gekocht und häufig im Kuchen Back Wahn leckerstes Gebäck gezaubert. Er hat alle in seinem Umfeld damit erfreut. Familie und Freunde. Er ist Jurist und geistig total fit. Früher hat er sogar Möbel gebaut, die einfach perfekt sind.

Warum erzähle ich das alles? Wir haben noch verschärftere Maßnahmen und der Lock down wird ausgeweitet. Diejenigen, die wir schützen wollen, leiden unter dem Lockdown oder werden sogar krank.

Impfstoffe gibt es zwar jetzt. Aber nicht alle können geimpft werden. In einigen Regionen ist es sogar schwierig einen Impftermin auszumachen. In Frankfurt ist die telefonische Hotline zu. Eine Kollegin möchte gerne ihre Eltern zum Impfen anmelden. Aber sie kann es nicht.

Der Vorstoß von Herrn Maas (Bundesinnenminister), den Menschen, die sich impfen lassen, ihre Grundrechte wieder zu geben, ist wohl nicht gut durch dacht. Immerhin sind 64% der Bürger (so in einer Umfrage des ZDF ermittelt) bereit sich impfen zu lassen. Aufgabe der Regierung und des Gesundheitsministers ist es doch, die Bevölkerung mit genügend Impfstoffen zu versorgen. Wichtig ist, dass Risikogruppen immunisiert und damit geschützt werden. Nur so kann erreicht werden, dass wir zur Normalität zurück kehren und wir wieder unsere Grundrechte erlangen.

Ich fahre regelmäßig mit öffentlichen Verkehrsmitteln und kann nicht immer im Home Office arbeiten. Mein Beruf lässt das nicht zu. Ich bin auch sehr froh darüber, dass ich noch nicht an Covid 19 erkrankt bin. Eine jüngere Kollegin hat es erwischt. Sie hatte Symptome einer Erkältung und ist jetzt wieder gesund, ohne bleibende Schäden. Und jetzt sollen wir unserem Feind Nummer 1 mit FFP2 Masken begegnen.

Ein sonniger Tag im Oktober 2020, auf der Zeil in Frankfurt. wir alle mussten uns erst an die Maskenpflicht im öffentlichen Bereich gewöhnen.

Zuerst wurde uns doch erklärt, egal was wir um unseren Mund Nasen Bereich legen, alles hilft die Virenlast zu reduzieren. Wir alle haben uns diversen Mundschutz besorgt. Und schon im März gab es nicht genug Masken zu kaufen. Eine Kollegin ist chronisch krank. Erst Mitte Februar wird sie von der Krankenkasse mit 12 Masken versorgt werden. In Apotheken konnte sie schon heute keine FFP2 Masken bekommen. Ausverkauft!!!

Und dann die Preise. 5 € das Stück. Ich denke jetzt an Verkäuferinnen, Handwerker, Putzfrauen, etc. Eben all diejenigen, die wenig verdienen. Arbeitslose und Kurzarbeiter, Sozialhilfe Empfänger und Bedürftige dürfen wir nicht vergessen. Wie sollen sie denn jetzt diese zusätzliche finanzielle Belastung tragen. Da werden Maßnahmen besprochen, die nicht umsetzbar sind.

In meinem Beitrag Schutz Suchenden habe ich über einen Artikel von medscape geschrieben. Er wird seit Wochen permanent aktualisiert, in chronologischer Reihenfolge. Das bisherige Geschehen und die Maßnahmen werden kritisch durchleuchtet.

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über Arthrose Behandlungen, Lesenswertes, Operative Eingriffe, Persönliches, Schmerzen, Sport

Durch Bewegung wird die Muskulatur angeregt, zu wachsen

An diese Worte erinnere ich mich sehr genau. Nach einem Unfall hat mir ein Handchirurg genau erklärt, warum das so wichtig ist. ein Band war direkt an einem Fingerknochen abgerissen. Unmöglich, damals, es wieder anzunähen. Aber an den Knochen gibt es sozusagen Ersatzanschlüsse. Aus ihnen können neue Bänder wachsen. Aber nur durch Belastung wird der Wachstum angeregt. Auch wenn ich jetzt Schmerzen hätte, müsste ich die Hand unbedingt bewegen.

Er hat mir auch die Geschichte von einer Frau erzählt, bei der an einer Hand alle Finger wieder angenäht wurden. Sie hatte natürlich am Anfang auch viele Probleme mit ihrer Hand zu arbeiten. Eines Tages kam sie zu einer Nachuntersuchung. Ihre Hand war wieder voll beweglich, ohne Einschränkungen. Sie ist umgezogen und musste selbst anpacken. Während dieser Zeit haben sich dann die Verbesserungen an ihrer Hand eingestellt.

Ich werde bald auch Frankfurt verlassen. Seit 14 Tagen bin ich am Packen und Aufstapeln der Umzugskartons. Ohne fremde Hilfe. Meine Hände haben anfangs sehr geschmerzt und die Morgensteifigkeit war sehr stark. Trotzdem habe ich weiter gemacht. Ich habe immer wieder das Bild des Arztes vor mir. Wie er seine Hand hochhält und seine Finger einzeln, nacheinander bewegt, während er mir das alles berichtet hat. Die Versteifungen und Schmerzen in meinen Händen sind seit heute Morgen weg.

Welche positiven Effekte Bewegung und Sport haben, wissen wir alle. In sechs Gemeinden in Norwegen wurde medizinisches Personal über die neuesten Behandlungsmöglichkeiten informiert und angeleitet ihren Patienten Physiotherapie zu verordnen. Die Patienten nahmen auch an einem Bildungsprogramm über Arthrose teil. Die Ergebnisse waren sehr positiv. In den Gemeinden in denen die Patienten an dem Bewegungsprogramm teilgenommen hatten, verbesserte sich nicht nur der körperliche Zustand. Sie waren auch mit ihrer Versorgung zufriedener. Nur 4 % der Patienten erhielten einen Gelenkersatz. In der Vergleichsgruppe mit Probanden ohne Aktivitätsmaßnahmen benötigten 11% eine Prothese/Prothetik.

EULAR (Europäische Rheumaliga) hat bereits in einem Gutachten zur Behandlung von Schmerzen darauf hingewiesen, dass zur Versorgung der Patienten, mehr ausgebildetes Fachpersonal benötigt wird. In seinen Empfehlungen raten Experten den Anteil an Medizinischem Personal zu erhöhen, um so eine bessere Versorgung der Betroffenen zu gewährleisten. Zusammen mit den Patienten sollen die individuellen Bedürfnisse und Probleme besprochen werden. Dies soll dann die Basis für ein Behandlungsprogramm werden. Zusätzlich dazu müssten Betroffene eine Schulung erhalten.

Ich erlebe bis heute, dass viele Mediziner ihre Patienten nicht über die positiven Effekte von Bewegungstherapien hinweisen. Statt dessen werden Hyaluronsäure- und Kortison Injektionen, Arthroskopie u.v.m. verordnet. Obwohl bei vielen Behandlungsmethoden ein Placeboverdacht besteht und sie erhebliche gesundheitliche Risiken haben.

Physiotherapie und Sport können Gelenkersatz bei Osteoarthritis hinauszögern, Dtsch.es Ärzteblatt, 28. August 2020, https://www.aerzteblatt.de/treffer?mode=s&wo=17&typ=1&nid=115990&s=EULAR

Höhere Qualität der Versorgung und weniger Chirurgie nach Umsetzung der Arthrose-Richtlinien in der Primärversorgung – Langfristige Ergebnisse einer Cluster-randomisierten kontrollierten Studie, N. steres, T. Moseng, L. van Bodegom-Vos, U.-B. Schjervheim, T. Vlieland, K. Hagen, Alle Autoren anzeigen, NUR ABSTRAKT| BAND 28, SUPPLEMENT 1, S439-S440,01. APRIL 2020, DOI:https://doi.org/10.1016/j.joca.2020.02.684PlumX-Metriken

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über Arthrose Behandlungen, Ernährung, Persönliches, Schmerzen, Sehenswertes

Spezielle Ernährungstherapien nicht nur bei Arthrose

können das Wohlbefinden verbessern, Entzündungsprozesse reduzieren und so die Lebensqualität steigern. Das habe ich jetzt schon häufiger festgestellt.

In der letzten Zeit habe ich nicht auf die Ernährungsempfehlungen bei Arthrose geachtet. Ich hatte einfach keine Zeit und spät abends keine Lust zum Kochen. Brote und Kuchen sind sehr schnell verfügbar. Take away, im Vorbeigehen irgendwo schnell etwas gegen den Hunger gekauft. Das war für mich einfacher.

Seit drei Wochen habe ich sogar an einigen Tagen leichte, unterschwellige Schmerzen in der rechten Hand. Die fühlen sich teilweise an wie Muskelkater. Manchmal immer nur ganz kurz ein Pochen in den Gelenken. Mein Job hatte all meine guten Vorsätze zu Nichte gemacht. Stress. Zeitmangel. Ab und zu habe ich noch einen Absacker mit Freunden getrunken. Das war wohl alles nicht gut für mich.

Jetzt achte ich wieder mehr auf die Ernährungstipps der Ernährungsdocs. Ich habe mir 2 kg Äpfel gekauft. Die liegen jetzt im Kühlschrank bei meiner Arbeitsstelle. Auf meinem Weg zur Arbeit gehe ich immer bei einem Supermarkt vorbei. Dort gibt es eine Salatbar mit einer großen Auswahl an Rohkost. Artischocken, Blumenkohl, Karotten, Rote Bete, Rot- und Weißkrautsalat, Radieschen, Rucola und vieles mehr. Olivenöl wird auch angeboten. Ich habe vorsorglich ein Fläschchen Schwarzkümmelöl an meinen Arbeitsplatz gebracht.

Frankfurter Allgemeine Woche, Oktober 2019

Eine gute Darmflora ist wichtig. Nicht nur bei Diabetes. Denn auch hier werden wichtige Stoffe für unsere Immunabwehr und damit gegen Entzündungen gebildet.

Trotzdem habe ich es gemacht. Gestern Abend war ich aus. Beim Griechen. Ich habe mir ein Entre Cote gegönnt. Mit ganz viel Kräuterbutter. So lecker war das. Fleisch hat schon lange nicht mehr auf meinem Speiseplan gestanden. Zwei Gläschen Nemea dazu getrunken. Fleisch soll bei Arthrose nur in Maßen verzehrt werden. Meine Hände sind trotzdem schmerzfrei und beweglich geblieben. Abgenommen habe ich auch, trotz der einmaligen Völlerei.

Ab heute arbeite ich wieder an meinen guten Vorsätzen. Immerhin möchte ich noch ein paar Jahre arbeiten und auch für die Rente habe ich schon Pläne. Für das alles brauche ich noch meine Hände.

Essen als Medizin

, so lautet das Motto bei den Ernährungsdocs vom NDR. Ab Montag, den 7.09.20 um 21 Uhr werden wieder neue Folgen ausgestrahlt.

Eine interessante Serie, bei der ich viele nützliche Informationen für eine Ernährungsumstellung gefunden habe. Nicht nur bei Arthrose.

Vielleicht unterhalten wir uns ja demnächst über eine der Sendungen.

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Corona, Lesenswertes, Persönliches

Nichts über Arthrose Behandlungen

sondern über die Hygienemaßnahmen während der Corona Pandemie

Das fällt bestimmt nicht nur mir auf, dass die Menschen lascher im Umgang mit Covid – 19 werden. Letztens beim Einkaufen. Ich möchte bezahlen und eine Kassiererin muss niesen. Ganz menschlich. Doch was sehe ich da. Sie hält ihre Hand unter ihre Nase. Naja, ihre Aerosole können jetzt einfach so entweichen und ein Teil davon wird auch auf ihrem Handrücken gelandet sein.

Sie trägt sogar Handschuhe. Wirklich gut mitgedacht. Nur das kann mich nicht schützen vor einer Schmier Infektion. Und sie will doch wirklich meine Waren über den Scanner ziehen. „Nein! Können sie sich bitte ihre Hände desinfizieren.“ Darum bitte ich jetzt. „Sie haben so geniest.“ Ich führe ihr ihr Verhalten vor. Sie schaut mich an. Sie sagt nichts. Dann desinfiziert sie ihre Hände und später sogar das Wechselgeld, das sie mir gibt.

Ganz am Anfang der Pandemie haben Wissenschaftler untersucht, wie lange Corona Viren leben. Dazu haben sie Viren in eine Goldberg Trommel gesprüht und auf unterschiedliche Materialien. Die Halbwertzeit von SARS-CoV-1 und SARS-CoV-2 betrug 2,74 Stunden in der Luft der Goldberg Trommel. Auf Kupfer hafteten nach 3,4 und 3,76 Stunden die Hälfte der Viren, an Pappe 8,45 und 1,74 Stunden, auf Stahl 13,1 und 9,77 Stunden, an Plastik 15,9 und 17,7 Stunden. Diese Zahlen zeigen sehr deutlich, dass eine Infektion über den Luftweg und Schmierkontakt möglich ist.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist img_20200404_162830.jpg.

Bestimmt erzähle ich euch nichts Neues. Aber was mich wundert, ist das unangemessene Verhalten von vielen Menschen. Distanzlosigkeit. Falsch aufgesetzte Masken. Menschen, die eben ganz schnell beim Bäcker rein gehen, ohne Maske. Aber auch Menschen, die vehement 1,5m Abstand fordern. Gestern habe ich so etwas beobachtet, beim Bäcker. Eine Frau möchte den Laden verlassen. Eine andere Kundin hat sich im Eingang positioniert. Sie möchte gleich aufrücken. „Sind das 1,5m Abstand?“ fragt die eine. Sie muss jetzt an der Anderen vorbei gehen. Die weicht auch zurück.

Medscape hat jetzt einen Artikel veröffentlicht, in dem sehr viele Studien, zeigen, dass Masken hilfreich sein können. Sie verhindern, dass Aerosoltröpfchen sich ausbreiten können. Vor allem wird das Tragen von den sogenannten MNB für Situationen vorgeschlagen, in denen Distanz nicht möglich ist. In Öffentlichen Verkehrsmitteln beobachte ich das sehr häufig.

Eine der Forschungsarbeiten zeigt ganz deutlich wie wichtig Hygienemaßnahmen sind. In chinesische Haushalten mit infizierten Mitbewohnern wurde beobachtet, dass Desinfektion das Übertragungsrisiko um 77% verminderte. Wenn der Erkrankte eine Maske in der Wohnung trägt, wird das Infektionsrisiko um 79% verringert. Bei engen und häufigen Kontakten zu den Infizierten besteht eine höhere Ansteckungsgefahr.

MNBs sind lebensnotwendig, weil nicht jeder weiß, dass er infiziert ist. Bei vielen Menschen wird ein milder Verlauf mit schwachen bis zu keinen Symptomen erwartet. Außerdem können Menschen in den ersten drei Tagen, vor dem Ausbruch einer Erkrankung, andere bereits anstecken.

Wir alle wissen nicht, was gerade eben in uns passiert und es geht im Leben nicht immer um uns. Andere Menschen haben Angst, vor einer schweren Erkrankung. Menschen aus Risikogruppen fühlen sich beim Tragen von MNBs sicherer. Das sollten wir respektieren. Auch wenn uns alles egal ist.

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Ernährung, Lesenswertes, Persönliches

An Apple

a day keeps the doctor away. Ola hat im August zu einer Apfelchallenge eingeladen.

Für Schneewittchen hatte er ja fatale Folgen. Ich mag ihn sehr als fruchtige Beilage zur gebratenen Gans. Den Bratapfel gefüllt mit Preiselbeeren. Gänsebraten ist sehr fettig und in Kombination mit dem Apfel wird daraus ein Genuss ohne Reue.

Ein besonders gesundes Früchtchen mit sehr vielen Inhaltsstoffen. Über 30. Provitamin A, Niacin und Pektin senken den Cholesterinspiegel. Pektin bindet zudem Schadstoffe und schwemmt sie wieder aus. Provitamin A hat abführende Wirkung und auch Niacin reguliert die Darmtätigkeit.

In einer Studie wurde die Cholesterin senkende Wirkung von Äpfeln bestätigt. Die Forscher führten diesen positiven Effekt auf den hohen Anteil an Ballaststoffen und Polyphenolen zurück. Sie empfehlen täglich 2 Äpfel zu essen.

In den Adipozyten (Fettzellen) wird überschüssige Energie gespeichert, für Notzeiten. Wenn wir Hunger haben, werden diese Fettdepots mit Hilfe von Niacin in freie Energie umgewandelt. Zudem unterstützt es die Regeneration von Haut, Muskeln, Nerven und DNA. Außerdem fördert es das Konzentrationsvermögen.

Auch Folsäure kommt im Apfel vor. Dieses B Vitamin brauchen wir für die Zellteilung und damit Zellneubildung.

Weitere Goodies sind Phosphor, Magnesium, Kalium und Eisen. Vitamin C.

Ein Bestandteil hilft sogar beim Knorpelaufbau. Vitamin B6 ist ein Coenzym, das wichtig ist für den Aminosäurestoffwechsel und speziell für die Produktion von Glucosamin. Das wiederum ist ein Bestandteil von Bindegewebe, Knorpel und Gelenkflüssigkeit.

Zwei Äpfel pro Tag senken das Serumcholesterin und verbessern kardiometabolische Biomarker bei leicht hypercholesterolemmischen Erwachsenen: eine randomisierte, kontrollierte Crossover-Studie Athanasios KoutsosSamantha RiccadonnaMaria M UlaszewskaPietro FranceschiKajetan TrétAmanda GalvinTanya BrauneFrancesca FavaDaniele PerenzoniFulvio Mattivi… Mehr anzeigen, The American Journal of Clinical Nutrition, Volume 111, Issue 2, February 2020, Pages 307–318, https://doi.org/10.1093/ajcn/nqz282, Veröffentlicht: 16.12.2019

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über Arthrose Behandlungen, Lesenswertes, Medikamente, Persönliches, Schmerzen

Opioide und die Gefahr der Abhängigkeit

fallen mir spontan beim Anblick von Mohn ein. Ich habe gerade Fotos über Mohn angeschaut und auf meinem Foto Blog hochgeladen..

Dieses Jahr blüht er überall. In Vorgärten, am Wegesrand, auf Feldern. Und bei vielen von euch ist er Blog Thema. Mit seinem Rot fällt er auch gleich ins Auge. Der Mohn, den wir kennen, hat keinen starken Wirkstoff im Vergleich mit dem speziell gezüchteten Schlafmohn. Unreife Samenkapseln werden angeritzt und der austretende Mohnsaft wird aufgefangen. Er oxidiert zu einer braun-schwarzen Masse, dem Rohopium.

Heroin ist ein üblicher Handelsname. Ein Rauschmittel. Das Morphin-Derivat wird halbsynthetisch hergestellt. Vollsynthetisch hergestellte Substanzen können auch an den Opioid-Rezeptoren anbinden. Beim Menschen befinden sich diese Rezeptoren im Hirn, im zentralen Nervensystem und im peripheren Nervengewebe.

Mit ihrer Meta-Analyse hat die Rheumatologin W. Zhang bestätigt, dass viele psychische Aspekte zum Heilerfolg bei Arthrose beitragen. Placebo konnte in ihrer Forschungsarbeit eine genauso effektive Wirksamkeit erreichen, wie viele Medikamente, Behandlungsmethoden, operative Eingriffe. Auch im Vergleich zu Opiaten und Opioiden.

Wir alle kennen die Wirkweise, den betäubenden Rauschzustand, von Drogen. Und genau dieses Wissen, dass Opioide sehr starke Schmerzmittel sind, hat in Studien etwas Positives bewirkt. In Studien werden immer eine oder zwei Kontrollgruppen gebildet. Patienten, die anstatt dem Wirkstoff ein Placebo erhalten und/oder noch eine Gruppe, die gar nichts erhält. In Forschungsarbeiten über Opioide, hatte sich der Gesundheitszustand der Placebo Patienten verbessert.

Im Winter hatte ich schon einmal darüber geschrieben, in meinem Beitrag

Schmerzen

Gelenkerkrankungen sind sehr häufig mit Schmerzen verbunden. Ihr erinnert Euch vielleicht noch an die Meta Analyse von 2009. Sobald die Schmerzen von Studienteilnehmern reduziert wurden, konnten sie sich mehr bewegen. Dadurch wurde der Bewegungsradius und die Funktionalität der Gelenke vergrößert, die Belastbarkeit erhöht und der Muskelumfang größer.

Schmerzmittel haben oftmals hohe Nebenwirkungen und können zur Abhängigkeit führen. In der Meta Analyse wurde untersucht, ob mit Placebo Arthrose behandelt werden kann. Die Autorin hat mit ihrer Arbeit sehr detailliert nachgewiesen, dass der Heilerfolg der Patienten von vielen psychischen Faktoren abhängig ist. Wird einem Patienten suggeriert, dass er ein Opioid erhält, erfährt er einen sehr starken Placeboeffekt. Also beeinflusst das, was der Betroffene über die Behandlung weiß, den Behandlungserfolg. Die Verabreichung von Opioiden wird dadurch in Frage gestellt und verlangt nach neuen Behandlungsansätzen.

Genau diese Frage hat eine Meta Analyse von 2019 aufgegriffen. In dieser Arbeit wurde nachgewiesen, dass mit Meditation, Hypnose, Suggestion und kognitiven Verhaltenstherapien Schmerzen sehr gut behandelt werden können und dadurch die Verabreichung von Opioiden vermindert werden kann.

Das deutsche Ärzteblatt hat u.a. über die Opioid Krise in Amerika einen interessanten Bericht veröffentlicht. Ihr findet dort auch weiterführende Artikel über die Behandlung von Schmerzen ohne Medikamente und über die Behandlung psychisch Kranker mit Meditation.

Das was wir glauben und wissen; unsere Meinung über die Behandlungsmöglichkeiten und Medikamente aber auch unsere persönliche Einstellung und Zuversicht beeinflussen unsere Heilungschancen. Interessante Erkenntnisse.

Das Ganze ist leicht zu erkennen und aufzuschreiben. Da möchte ich auch an Moliere, Der eingebildete Kranke erinnern. Aber wie können wir das für uns jetzt umsetzen? Jeder Mensch ist doch anders. Skeptiker und Optimisten.

Für mich ist MBSR, Mindfullness eine gute Methode gesundheitliche Probleme anzugehen. Denn durch die Achtsamkeit erfahre ich genau, wie es gerade um mich steht und weiß, was ich tun muss für meine Gesundheit.

Bei mir wird vieles während der Arbeit verdrängt. Erst wenn ich zur Ruhe komme, merke ich, wie sich mein Körper anfühlt. Der Body Scan ist eine Übung aus dem MBSR Trainingsprogramm. Du legst dich hin, konzentrierst dich zunächst nur auf deinen Atem. Mit der Zeit beginnst du den Focus auf deinen Körper zu richten. Du beginnst mit der großen Zehe und durchwanderst so deinen ganzen Körper. Jede Anspannung, jedes Zwicken und Stechen, jeden Schmerz wirst du deutlich spüren.

Manchmal schlafe ich für eine kurze Zeit ein. Aber wenn ich dann aufwache, fühle ich mich angenehm entspannt und die Schmerzen sind weg. Heute Morgen habe ich den Body Scan sitzend im Bus geübt. Danach war ich sehr gut gelaunt und meine Arbeit war im Fluss.

Anleitungen zum Achtsamkeitstraining findet ihr z.B. in

Mindfulness – Geliebte Achtsamkeit, Edel Maex, 2018, Junfermann Verlag, ISBN dieses E-Books: 978-3-95571-735-3 (EPUB), 978-3-95571-737-7 (PDF), 978-3-95571-736-0 (MOBI)

und im Standardwerk des Begründers von MBSR: Jon Kabat-Zin, Gesund durch Meditation, Das vollständige Grundlagenwerk zu MBSR, O.W. Barth Verlag, 2013. Der Einband hat auch die schönen Rottöne, die auch der Mohn hat.

Ann Rheum Dis. 2008 Dez;67(12):1716-23. doi: 10.1136/ard.2008.092015. Epub 2008 Jun 9. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18541604?dopt=Abstract#

Das dtsche. Ärzteblatt: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/107218/Meta-Analyse-Mind-Body-Verfahren-lindern-Schmerzen-und-vermeiden-vielleicht-sogar-Opioide

JAMA Intern Med. Online veröffentlicht am 4. November 2019. doi:https://doi.org/10.1001/jamainternmed.2019.4917

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über Arthrose Behandlungen, Persönliches, Sport

6834 Schritte

bin ich heute gegangen. Insgesamt. Auf dem Weg zur Arbeit bin ich zur übernächsten Bushaltestelle gelaufen. Ca. 1200 Schritte. Erst dort bin ich in den Bus eingestiegen und zur Arbeit gefahren. Heute war ein wirklich schön sonniger Tag. Am Abend, nach der Arbeit, habe ich Sandwichs und Oliven gekauft, bin dann zum Mainufer spaziert und habe in der Nähe vom Wasser ein Picknick gemacht. Bei Sonnenuntergang. Anschließend bin ich über den Eisernen Steg bis zur Schirn gelaufen.

Auch wenn ich nicht sehr viel Zeit zum Bewegen habe, versuche ich so viele Lauf Etappen wie möglich in meinem Alltag einzuplanen. Ich überlege mir immer, welche Strecken ich gut zu Fuß laufen kann. Gerade nach der Arbeit. Manchmal muss ich mich zwingen. Aber beim Blick auf den Schrittzähler freue ich mich immer, dass ich mich überwunden habe, zu gehen.

Die Wasser – Spiele sind im Bethmann Park entstanden. Der liegt auch auf meiner Lauf-Route durch die Stadt. In ihm liegt ein chinesischer Garten mit einer kleinen Pagode, die von einem Teich umgeben wird. Im Hintergrund plätschert ein Mini-Wasserfall und der Garten wird von sehr viel Bambus umrandet. Ein malerisches Idyll mitten in der Großstadt.

Wasser – Spiele

https://miksang498319181.wordpress.com/2020/07/23/wasser-spiele/

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Lesenswertes, Persönliches

Vom Glücklich sein

schreibt Jon Kabat-Zin in Gesund durch Meditation, Das vollständige Grundlagenwerk zu MBSR. Er sieht im Achtsamkeitstraining Parallelen zum Flow. Durch konsequente Übungen erleben wir, dass es uns gelingt, uns immer mehr auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Allmählich können wir besser mit Krankheiten und Schmerzen umgehen und leben. Die Meditation ist ohne Zweifel eine Sinn stiftende Tätigkeit, die auch glücklich macht.

Ich hatte vor einiger Zeit über Fluss Erfahrungen gelesen und berichtet. Das Buch von Jon Kabat-Zin hat mir nochmals verdeutlicht, wie wichtig es ist, etwas zu tun, das Spaß und Freude bereitet. Nur so erlangen wir ein erfülltes Leben. Selbstbestimmt und Glücklich.

Ich habe nochmal meinen Beitrag vom Glücklich sein hoch geladen. Für euch, damit ihr besser versteht, was das Ziel bei MBSR ist.

Was ist eigentlich Glück? Dinge und Ereignisse allein machen nicht glücklich. Mit Geld können wir es auch nicht kaufen. Vielmehr kommt es doch darauf an, wie wir das, was in unserem Leben geschieht, bewerten. Also eine Frage der Definition.

Im Moment lese ich Flow: The Psychology of Optimal Experience von Mihély Csikszentmihlyi, Psychologe. Im Fluss, so Mihély Csikszentmihlyi, sind die Menschen am glücklichsten. Dieser außergewöhnliche Bewusstseinszustand entsteht immer dann, wenn wir uns mit etwas beschäftigen, auf das wir uns voll konzentrieren und das uns mühelos von der Hand geht. In dem Augenblick der Flusserfahrung, blenden wir alles aus. Wir vergessen sogar die Zeit und emotionale Probleme. Nur noch das Dichten, Lesen, Schreiben , Handwerken, Fotografieren, die Imkerei, der Sport etc. steht im Mittelpunkt.

Habt Ihr denn schon eine transzendente Erfahrung beim Arbeiten gemacht? So ähnlich wird die Frage gewesen sein, die Mihély Csikszentmihlyi bei seinen Untersuchungen gestellt hat. Unabhängig von Alter und Geschlecht, egal welche ethnische, kulturelle und soziale Herkunft der Einzelne hatte; jeder konnte diese außergewöhnliche Sinneserfahrung machen. Sogar beim Lesen oder auf der Suche nach menschlicher Nähe haben einige Befragte dieses intensive Glücksgefühl wahr genommen. Und alle beschreiben diese Bewusstseinsveränderung, als einen besonderen Augenblick der Wachsamkeit, der Stärke. In dem sie alles unter Kontrolle haben und auch das Zeitgefühl verschwindet.

Früher habe ich Kendo und Jodo trainiert. Japanisches Schwertfechten und Stockkampf. Kampfarten, die mit Mentaler Stärke assoziiert werden. Ich bin in diesen Sportarten aufgegangen. Während dem Training war ich immer fokussiert auf die Ausführungen der Bewegungsabläufe, die Grund-/Kampftechniken, die Kata. Im Hier und Jetzt habe ich den Alltag völlig zur Seite geschoben. Kein Gedanke, niemand hat mich abgelenkt.

Ich habe auch nie nach rechts und links geschaut, nie gewertet oder geurteilt. Die Menschen und Dinge einfach so angenommen wie sie sind. Da waren auch keine Ängste, nicht über die Zukunft. Ebola, HIV, Schweinegrippe hatten für mich keine Bedeutung. Nie habe ich mich so sehr mit Krankheiten auseinandergesetzt wie jetzt mit Arthrose oder Covid-19.

Wegen der Arthrose in den Händen, kann ich nicht Kendo und Jodo trainieren. Die Erschütterungen melden sich gleich mit Schmerzen. Und die Isolation ist im Moment auch nicht sehr gut für mich. Ich reflektiere viel. Altes kommt wieder zum Vorschein und fordert von mir Aufmerksamkeit. Zeit, viel Zeit geht dabei verloren. Und mein Arbeitsleben leidet da drunter. Manchmal bleibt dann auch Wichtiges liegen. Und ich habe jetzt schon so viele Ideen, wie ich mit Arthrose besser leben kann. Denn die Gelenkzerstörung lässt sich nicht aufhalten. Dabei denke ich auch an meine Zukunft. Deshalb habe ich ganz viel recherchiert und die Papers warten darauf, gelesen zu werden. Wie soll ich das alles schaffen? In den sozialen Foren posten einige von Euch über die selben Probleme.

In unserem Alltag können wir uns nicht nur auf Eins konzentrieren. Multitasking, das Unmögliche, wird oft von uns verlangt. Gleichzeitig mehrere Dinge erledigen. Die Digitalisierung und damit die Informationsflut fordern eine sehr hohe, schnelle Aufnahmebereitschaft. Manchmal merke ich selbst, wie Chaos in meinem Kopf entsteht. Und dieses Gefühl mag ich gar nicht.

In den Momenten, in denen ich etwas sehe und spontan meine Kamera nehme, Ideen entwickele und fotografiere, vergesse ich alles um mich herum. Die Zeit, den Alltag. Dann steht nur noch das Motiv in meinem Mittelpunkt. Negative Emotionen haben keinen Platz. Selbst Schmerzen spüre ich nicht. Sie werden verdrängt vom Ausprobieren, der Neugier, dem Neuen. Und wenn dann noch schöne, interessante Bilder entstehen, freue ich mich noch mehr. Selbst danach bin ich voller Energie, Tatendrang und habe positive Gefühle.

Das Chaos existiert nicht mehr. Ordnung entsteht in meinem Kopf, weil ich mich im Hier und Jetzt nur noch auf Eins konzentriere. Ich werde dadurch im Kopf frei und kann meine Energie einzig für das Fotografieren einsetzen. Selbst die Bewegungseinschränkungen meiner Hände sind verschwunden.

Von allein stellt sich Lebensfreude nicht ein. Wir müssen für das Glücklich sein etwas tun. Die Tätigkeit darf nicht über- aber auch nicht unterfordern. Der Einzelne sollte mit seinen Fähigkeiten und seiner Kreativität selbst gewählte Ziele erreichen können. Trotzdem darf die Aktivität ihn an seine Grenzen bringen. Freude kommt auf, auch wenn Schwieriges erledigt und gelöst wird. Durchhaltevermögen wird trainiert. Innere Harmonie entsteht während des Flow. Nichts stört. Wir haben die Kontrolle über diese speziellen positiven Augenblicke. Wichtige Erfahrungen, die unser Bewusstsein verändern werden und die wir für das Leben übernehmen können.

Mihély Csikszentmihlyi empfiehlt, solche positiven Erlebnisse im Alltag zu integrieren. Er schreibt, dass optimale Erfahrungen kultiviert und verteidigt werden müssen. Nur so könnten wir unsere Lebensqualität bestimmen. Sei es ein Hobby oder eine Tätigkeit, die uns Spaß macht. Sogar während der Arbeit kann der Fluss herbei geführt werden.

Mit dem Imkern wird Honig produziert. Nicht nur. Insektenphobien können sogar damit bewältigt werden. Imkerinnen erzählen von der Beutnerei in der Großstadt, dem Sozialwesen Biene und dem Beobachten. Und nicht immer steht dabei der Kommerz im Vordergrund.

F.A.Z. Metropol, Nr. 3, April/Mai 2020, Entspannende Emsigkeit, Imkerei als Hobby (metropol.de)

Der Weg ist das Ziel. Die Abhandlung von Mihaly Csikszentmihlyi erinnert mich an Kendo und Jodo. Zwei japanische Sportarten, bei denen die Schüler aufgefordert werden, an Wettkämpfen und Prüfungen teilzunehmen. Der Sieg und das Bestehen der Prüfungen stehen dabei nicht so sehr im Vordergrund. Vielmehr erkennt der Einzelne, welche Stärken und Schwächen er hat. Woran er noch arbeiten muss. Und auch bei optimalen Erfahrungen, wie Mihaly Csikszentmihlyi schreibt, ist Feedback wichtig.

Die Erkenntnisse von Mihaly Csikszentmihlyi werden schon längst in der Ergotherapie angewandt. Je mehr positive Erfahrungen wir machen, je mehr wir unsere Angst, Sorgen und Probleme vergessen, desto mehr können wir entspannen. Angenehmes erleben. Glück empfinden. Lebensfreude entwickeln. Wir müssen nur etwas finden, dass uns erfüllt und unserem Leben einen Sinn gibt. Der Flow, bestimmt auch ein Weg um Depressionen zu überwinden.

Csikszentmihlyi, Mihély; Harper & Row. „FLOW: The Psychology of Optimal Experience“ (PDF). Archiviert aus dem Original (PDF) am 25. Februar 2015. Abgerufen am 2. April 2015.

F.A.Z. Metropol, Nr. 3, April/Mai 2020, Entspannende Emsigkeit, Imkerei als Hobby (metropol.de)

Jon Kabat-Zin, Gesund durch Meditation, Das vollständige Grundlagenwerk zu MBSR, O.W. Barth Verlag, 2013

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