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Nahrungsmittel helfen nicht nur bei Gelenkerkrankungen

nachweislich die Entzündungen und damit die Schmerzen zu reduzieren. Royusch hat 2021 zu einer Foto Challenge über Nahrung eingeladen. Einmal im Monat können wir ein Foto posten, das sich mit diesem äußerst wichtigen Thema befasst. Einfach eine gute Gelegenheit, darüber zu schreiben. Denn oft merke ich, dass Menschen mit chronischen Erkrankungen noch immer zu wenig über Ernährungstherapien wissen. Obwohl soviel in den Medien darüber berichtet wird. Und gerade jetzt, in einer Zeit, in der wir alle doch viel mehr zu Hause sind und Zeit haben uns auf eine Ernährungsumstellung zu konzentrieren.

Auf meinem Foto Blog Miksang habe ich heute schon einiges über die sekundären Pflanzenfarbstoffe geschrieben. In jeder Pflanze kommen mehrere Flavonoide vor; genauso wie in meinem Gemüseeintopf. Kochen ist für mich auch immer meditativ. So ein bisschen wie Ikebana.

Dazu werden Karotten, Kartoffeln, Rote Beete, Sellerie und Zwiebeln geschält und gewürfelt. Wenn die Karotten Bio Qualität haben, werden sie mit Schale verarbeitet. In Olivenöl werden die Gemüsestücke angeschwitzt, bis die Zwiebeln glasig aussehen. Manchmal gebe ich auch Pastinaken oder Petersilienwurzeln dazu. Ich gieße dann Gemüsebrühe an und gebe einige Zweige von Thymian, Rosmarin und ein Lorbeerblatt dazu. Natürlich nicht Pfeffer und Salz vergessen.

Wer mag, kann fein gehackten Chili dazu geben. Sein Wirkstoff Capsaicin wirkt auch antientzündlich, durchblutend und schmerzlindernd. Genauso wie Zwiebeln mit ihren Schwefelverbindungen Entzündungen bekämpfen.1

Sobald ich Brühe angieße, beginnt der Sud eine Purpur rote Farbe anzunehmen. Sie wird mit der Zeit immer intensiver. Betalain wird aus der Roten Bete gelöst und hat wie die Carotinoide auch eine antioxidative Wirkung.2/3

Aber verwechselt dieses Flavonoid bitte nicht mit Anthocyanen. Aufgrund seiner chemischen Eigenschaft kann aus Betalain kein Anthocyan gebildet werden.4 Obst und Gemüse, das eine intensive rote bis blaurote, violette, blauschwarze Farbe hat, enthält den sekundären Pflanzenfarbstoff Anthocyan. Er hat eine sehr starke antioxidative Wirkung und fängt deshalb alle freien Radikale in unserem Körper. Er reagiert sogar stärker mit Schadstoffen als Vitamin C und hilft so freie Radikale aufzufangen.5

In der Deutsche Apotheker Zeitung wird von einem Versuch berichtet, mit Ratten. Einige Tiere wurden mit einem Anthocyan haltigen Trauben Johannisbeersaft gefüttert. Eine Kontrollgruppe erhielt auch einen Trauben Johannisbeersaft, aber ohne diesen Farbstoff. Bei den Ratten, die Anthocyane getrunken haben, verbesserten sich die Cholesterinwerte und der Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren hatte zugenommen. Auch der Serumspiegel von bestimmten Botenstoffen, die bei Übergewichtigen gebildet werden und zu Krankheiten führen, wurde gesenkt. Die Wissenschaftler vermuten, dass Anthocyane das Risiko für Diabetes Typ 2 und Herz Kreislauferkrankungen verringern können.

Und ganz nebenbei: auch mit Rotwein1 wird dieser super Radikalfänger eingenommen. Also ein Gläschen schadet nicht. Aber bei zu hohen Cholesterinwerten sollte darauf verzichtet werden.

Zurück zur Suppe: die wird jetzt mittlerweile gar sein. Feine Streifen von Grünkohl werden jetzt in die Suppe gegeben und gar gezogen. Ich habe auch schon anstatt Grünkohl Wirsing genommen. Das hat auch gut geschmeckt. In allen Kohlarten stecken Senföle, die entzündungshemmend wirken, und viel Vitamin C. Beim Kochen wird das leider zum Teil zerstört. Deshalb koche ich gerne mit einem Schnellkochtopf.

Warum es besser ist mit ihm zu kochen, erkläre ich gerne ein anderes Mal. Sonst verliere ich hier meinen roten Faden.

So, wenn alles den Gargrad hat, den ihr mögt, alles abgeschmeckt ist und auf Teller verteilt wurde, könnt ihr noch ein Toping oben drauf geben. Auf dem Foto seht ihr Schmand mit einem grobkörnigen Koriander Senf und Estragon verrührt. Eine Abwandlung davon ist Schmand mit Meerrettich.

Im Originalrezept werden gebratene Rumpsteaks in Scheiben geschnitten und auf die Suppe gelegt. Der Schmand wird mit Senfkörnern und fein gehacktem Rucola vermengt. Rucola enthält auch Senföle. Eiweiß wirkt sehr gut bei Sodbrennen, Problemen mit Blutfettwerten, erhöhtem Cholesterinspiegel und bei Fettleber. 6/7Selbst bei Arthrose ist Rindfleisch in Maßen genossen gesund.8

In einer Pflanze kommen immer mehrere Farbstoffe vor. Auch dort haben sie die Aufgabe, die Zellen vor UV- Strahlung, Wärme und oxidativem Stress zu schützen. Und auch für uns ist es wichtig sich mit ausreichend sekundären Pflanzenstoffen zu versorgen. Sie schützen die Zellen vor Alterungsprozessen und schadhaften Veränderungen. Empfohlen wird deshalb: täglich die Farben eines Regenbogens zu essen.

Gemüseeintopf mit Rote Beete

1 Entzündungshemmer: Mit Gewürzen gegen Entzündungen | NDR.de – Ratgeber – Gesundheit

2/4 Betalaine (chemie.de): https://chemie.de/lexikon/Betalaine.html

3 Quelle: Wikipedia

5 DocCheck Flexikon: Anthocyan – DocCheck Flexikon

Deutsche Apotheker Zeitung: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2013/daz-34-2013/anthocyane-beeinflussen-fettstoffwechsel

6 Ernährung bei Fettleber: Die Leber braucht Pausen | NDR.de – Ratgeber – Gesundheit

7 Ernährung bei Sodbrennen | NDR.de – Ratgeber – Gesundheit

8 Ernährung bei Arthrose: wenig Fleisch, viel Grünes | NDR.de – Ratgeber – Gesundheit

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14 Gedanken zu “Nahrungsmittel helfen nicht nur bei Gelenkerkrankungen

  1. Wow, das sieht aber lecker aus. Ich nehme mal an, dass es genauso gut schmeckt wie es ausschaut 🙂
    Danke für deinen Beitrag und das du bei meiner Nahrungs-Challenge auch mit dabei bist.
    Liebe Grüße
    Roland

    Gefällt 4 Personen

    • Ja stimmt. Erinnert ein bisschen an Borscht ohne Fleisch. Aber wird der mit Thymian und Rosmarin gekocht?😊 Dankeschön für ’s Besuchen und viele Grüße, Ursula 🍀🐞🍄🙋🏻‍♀️

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  2. Avatar von Lena Lisa schreibt:

    Mhmmm… das sieht sehr, sehr lecker aus! Ich mag Rote Beete sehr gerne!
    Die ist übrigens auch eine Waffe gegen Bluthochdruck, habe ich bei den Ernährungsdocs mal gesehen und intern abgespeichert. Ist ja irgendwie so eine Zivilisationskrankheit die fast jeder irgendwann bekommt..
    Freu mich, dass ich deinen Blog nun auch entdeckt habe!
    Liebe Grüße, Lisa

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    • Rote Beete esse ich auch sehr gerne. Es gibt einen Spruch „rote Beete macht die Wangen rot“ . Die Ernährungsdocs haben sie auch bei Lebererkrankungen schon empfohlen. die Natur bietet wirklich sehr viel Gesundes an. 🌄Liebe Lisa, vielen Dank, dass du meinen Blog besucht hast und herzliche Grüße, Arthrotia🥬🐞☘🙋‍♀️🐖🍄

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  3. Vielen Dank für Deine leckeren Ideen, die dazu noch gut für die Gesundheit sind. Von roten Beeten habe ich gerade einen sehr positiven Bericht im Fernsehen gesehen, da ist es besonders interessant, dafür schöne Rezepte zu bekommen. LG Marie

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    • Liebe Marie, es freut mich, dass dir meine Rezepte gefallen. Die Rote Beete ist wirklich eine vielseitige Pflanze mit ganz gesunden Inhaltsstoffen. Senken des Blutdrucks, Ablagerungen an Gefäßwänden werden verhindert, Zellschutz, Steigern der Immunabwehr. Ihre sekundären Pflanzenstoffe unterstützen sogar die Leber beim Entgiften.
      Und auch beim Kochen kann sie vielseitig verarbeitet werden. Sie kann sogar in Kuchen und Gelees verarbeitet werden und schmeckt im Salat mit Himbeeren oder Erdbeeren gemischt, sehr gut.
      Viel Spaß beim Ausprobieren. Herzliche Grüße, Arthrotia 🥕🌞🍄🐖🐞🙋‍♀️

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