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Die Therapie der primären Finger- und Daumengelenkarthrose

ist ein interessanter Bericht im Deutschen Ärzteblatt. Heute schreibe ich über ein Thema, das mich persönlich betrifft. Geschockt war ich, als ich mir die Bilder von Deformationen der Hände angeschaut habe, im fortgeschrittenen Stadium. Dabei habe ich nur die Begriffe für Gelenke und Arthrose Erscheinungen gegoogelt.

Das distale Interphalangealgelenk, kurz DIP/DIG, ist das Fingerendgelenk. Beide Zeigefinger meiner Hände zeigen Knötchen und Verdickungen – Herbedenarthrose. Dabei hat alles bei mir mit einem Unfall begonnen. Der linke Daumen wurde ziemlich brutal zur Außenseite meiner Hand gezogen. Daraus hat sich eine Rhizarthrose entwickelt. Die anderen Finger und ihre Gelenke waren schon immer ein bisschen krumm und das DIG meiner rechten Hand war schon von Kindheit an immer knubbelig. Mir ist das nie aufgefallen, bewusst gewesen. Andere haben diese Verformung gesehen und mich darauf angesprochen.

Und nun sieht es doch so aus, als ob sich eine Arthrose in meinen Händen entwickelt, fortschreitet. Das wird mir jetzt klar, beim Lesen des interessanten Artikels, der viele Verweise zu anderen Papers hat.

81% der älteren Bevölkerung haben solche Verformungen. Arthrose ist wirklich eine Krankheit des Alters. Und bei jedem Betroffenen verläuft die Erkrankung anders, jedenfalls in den Händen. (so beschrieben in Handarthrose – eine heterogene Erkrankung)

Letztes Jahr hatte ich ein paar mal, nur für einige Minuten Schmerzen in der rechten Hand in den proximalen Interphalangealgelenken, kurz PIP/PIG. Diese Gelenke sind sozusagen dort, wo die Finger an den Handrücken/die Handfläche anschließen. Ich habe damals gedacht, dass ich beim Tragen einer Tasche, die Griffe ungünstig gehalten habe. Bouchardarthrose – sie hat sich für einige Zeit mit Morgensteifigkeit genau in diesen Gelenken angekündigt.

Die Ursachen:

  • Frau über 40
  • Menopause
  • familiäre Belastung
  • instabile Gelenke
  • Übergewicht
  • Berufserkrankung durch Überbelastung oder Verletzung des Gelenkes aufgrund eines Unfalls

Bei Einigem stimme ich völlig zu. Aber Übergewicht, ich? Mein Gewicht schwankte immer zwischen normal und vollschlank. Also wie kann das sein? Ich habe vor einiger Zeit einen Artikel bei Medscape gefunden, der war sehr aufschlussreich. In einem Tierversuch wurde festgestellt, dass die Kinder von adipösen Mäusen Entzündungszellen in der Gelenkhaut hatten. Selbst bei den Enkeln der übergewichtigen Tierchen verhielt sich das auch so.

Warum das nur die Weibchen betrifft? Sie haben eine andere Körperfettverteilung als Männchen. Eine andere Ursache kann die bakterielle Darmbesiedelung sein. Die epigenetischen Veränderungen können durch die weibliche Darmflora beeinflusst werden. Bei einem Mäuserich nicht.

Vermutet wird nun, dass schlechte Ernährung, genauso wie Alkohol, Nikotin und andere Umwelteinflüsse, auch die Gesundheit der Kinder und Enkel beeinflussen kann. So wie bei Diabetes und Krebs.

Die Therapiemöglichkeiten der Arthrose in der Hand sind Physiotherapie, Orthese, nichtsteroidale Antirheumatika und ein Multimodales Behandlungssystem. Nicht nur die Symptome, der Schmerz werden behandelt, sondern auch die Ursachen für Schmerzen werden erforscht. Denn psychosoziale Faktoren, z. B. Ängste, berufliche oder private Probleme und Stress können unser Schmerzempfinden beeinträchtigen.

2018 ist dieser Artikel im Deutschen Ärzteblatt erschienen. Damals wurde ich mit Kortison- und Hyaluronsäure Injektionen behandelt. Die Effektivität dieser Behandlungsoptionen wurde von den Autoren angezweifelt. Denn Schmerzen könnten damit nur für kurze Zeit gelindert werden.

Und genau das kann ich bestätigen. Mir hatten die Injektionen nicht lange geholfen. In meinem Beitrag Zu Risiken und Nebenwirkungen habe ich meine Erfahrungen beschrieben. Warum also haben meine Ärzte diese Methoden angewendet? Für mich noch mehr ein Grund, mich selbst auf die Suche zu machen, nach wirksamen Behandlungsmöglichkeiten.

Medizin: Übersichtsarbeit, Therapie der primären Finger- und Daumengelenkarthrose, The treatment of primary arthritis of the finger and thumb joint, Christian Karl Spies, Martin Langer, Peter Hahn, Lars Peter Müller, Frank Unglaub, Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 269-75; DOI: 10.3238/arztebl.2018.0269

Kloppenburg M, Kwok WY: Hand osteoarthritis—a heterogeneous disorder. Nat Rev Rheumatol 2011; 8: 22–31 CrossRef MEDLINE

Epigenetik: Erhöhtes Arthrose-Risiko, weil Eltern oder Großeltern adipös waren?, Inge Brinkmann INTERESSENKONFLIKTE, 3. April 2020, Medscape

Yusuf E, Nelissen RG, Ioan-Facsinay A, et al.: Association between weight or body mass index and hand osteoarthritis: a systematic review. Ann Rheum Dis 2010; 69: 761–5 CrossRef MEDLINE

Intergenerationelle Übertragung von Diät-induzierte Adipositas, Metabolisches Ungleichgewicht, und Osteoarthritis bei Mäusen, Natalia S. HarasymowiczYun-Rak ChoiChia-Lung WuLeanne IannucciRuhang TangFarshid Guilak Erstveröffentlichung: 24. Oktober 2019, Arthritis und Rheumatology, https://doi.org/10.1002/art.41147

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Nicht nur bei Arthrose

ist ein guter Gesundheitszustand und eine gut funktionierende Immunantwort wichtig. Covid-19, die Maßnahmen, die Behandlungen, die Therapien und die Diskussion darüber, lassen uns weitaus Wichtigeres vergessen. Unsere Gesellschaft muss lernen umzudenken. Dass ein guter Gesundheitszustand unsere Heilungschancen erhöht. Nicht nur bei Covid-19.

Im Moment wird immer wieder betont, dass Risikogruppen mit chronischen Erkrankungen einen schwereren Krankheitsverlauf mit Covid-19 haben und damit ein wesentlich höheres Risiko zu sterben.

Medikamente, Impfungen fehlen im Moment. Dass unser Körper eine Infektion auch selbst heilen kann, darüber hören und lesen wir sehr wenig. Vor allem über die Todeszahlen wird berichtet.

In Israel und Südkorea ist eine zweite Covid-19 Welle zurückgekehrt. Hier in Deutschland wird auch zum Herbst und Winter eine Zunahme der Infektionszahlen angenommen. Abstand, Hygiene, Mundschutz, Verzicht auf Massenveranstaltungen sind einige der bekannten Maßnahmen. Quarks.de hat jetzt einen Beitrag veröffentlicht. Kann in Deutschland auch eine zweite Welle folgen?

Die Corona Pandemie ist noch nicht vorbei. Natürlich schützt Ernährung nicht vor einer Infektion. Aber den Verlauf der Erkrankung können wir selbst beeinflussen.

Sehr viele Erkrankungen sind verknüpft mit Übergewicht/Adipositas. Herz Kreislauferkrankungen, Diabetes und Krebs. Aber auch bei Arthrose und Rheuma wird eine Gewichtsreduktion empfohlen, um Gelenke zu entlasten und Entzündungen zu reduzieren.

In einer englischen Studie mit 17 Mio. Patienten wurde bestätigt, dass außer dem Alter auch Adipositas das Hauptrisiko ist, an einer Covid-19 Infektion zu sterben. Bei bisherigen Studien wurden nur Daten von Krankenhäusern ausgewertet. Der englische Gesundheitsdienst hat die elektronisch gespeicherten Akten aller Erkrankten, also auch aus Altersheimen, zur Verfügung gestellt.

Weitere Risiken sind laut dieser Studie u. a. auch rheumatische Erkrankungen und Immunschwächen. Das deutsche Ärzteblatt hat eine Zusammenfassung davon veröffentlicht.

Im April 2020 wurde auf Arte eine interessante Reportage ausgestrahlt, über Adipositas, ein gesellschaftliches Problem, weltweit: Dick, dicker, fettes Geld. Nicht die persönliche innere Einstellung von Betroffenen ist verantwortlich für das „Dick sein“. Die Verursacher werden in der Ernährungsindustrie gesehen, die mit raffinierten Marketingstrategien Kinder manipulieren.

Anhand von internationalen Maßnahmen wird erklärt, wie dieses Problem in Chile, Mexico und anderen Staaten angegangen wird. Getränkesteuern für Softdrinks. Warnzeichen, die auf Verpackungen gut sichtbar aufgedruckt werden. Werbeverbote für ungesunde Getränke und Lebensmittel. Aber auch mit Bildungsmaßnahmen in Schulen wird auf Kinder und damit auch auf Erwachsene Einfluss ausgeübt.

Eine Aufgabe der Regierung ist, die Dickmacher zu identifizieren und die Gesundheit der Bürger mit geeigneten Maßnahmen zu schützen.

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Kortison

wird erst in der Leber zu Kortisol umgebaut. Kortisol an sich ist ein lebensnotwendiges Hormon. In Stresssituationen sorgt es dafür, dass unser Körper mit Energie versorgt wird. Zudem regelt es den Elektrolythaushalt und damit den Blutdruck. Außerdem ist es mit verantwortlich für die Immunantwort im Körper. Es ist an der Bildung und Verteilung von Leukozyten, Erythrozyten und Thrombozyten beteiligt und hat eine dämpfende Wirkung auf Entzündungen.

Ein Entzündungshemmer, der nicht wirklich die Ursachen einer Krankheit bekämpfen kann. Im deutschen Ärzteblatt wurde eine aussagekräftige Studie veröffentlicht. Im Tierversuch an Mäusen verfettete die Leber, die Blutfettwerte wurden erhöht und bei längerer Anwendung kann sich Diabetes daraus entwickeln. Bei Recherchen zu Kortison habe ich weitere Berichte gefunden über Thrombosegefahr, Zerstörung des Knorpels.

Nach einer längeren Einnahme von Kortison darf es nicht einfach so abgesetzt werden. Unser Körper bildet in der Nebennierenrinde Kortison. Wenn wir Kortison über längere Zeit einnehmen, stellt er die eigene Produktion ein. Deshalb muss über längere Zeit Kortison ausgeschlichen werden. Bis die Nebennierenrinde es wieder selbst und ausreichend produziert.

Was aber auch wichtig ist: Dadurch dass die Immunantwort verringert wird, ist der Körper anfälliger für Infektionen durch Pilze und Erreger. Z.B. Lungenentzündung aufgrund einer Pilzinfektion.

Die Rheumaliga Schweiz hat einen umfassenden Bericht über die Wirkung von Kortison, das Positive und Negative, veröffentlicht. Neben den bekannten Nebenwirkungen, z.B. Adipositas, erhöhte Blutzuckerwerte kann auch Osteoporose, Muskelschwäche, Knochennekrose u.v.m. entstehen. Am Auge kann eine Behandlung mit Kortison sogar grauen Star oder grünen Star verursachen.

Seit Pfingsten lese ich das Buch Gesund durch Meditation, Das vollständige Grundlagenwerk zu MBSR, von Jon Kabat-Zin. Und auch er berichtet von Forschungsergebnissen über die Immunabwehr. Hier wird sie durch positive oder negative Emotionen beeinflusst.

Uns ist allen bekannt, dass die Psyche einen sehr großen Einfluss auf Heilerfolge hat. Die Rheumatologin Zhang und ihre Kollegen haben viele psychische Aspekte bei der Behandlung von Arthrose Patienten herausgefunden. Diese Arbeit ist 2008 erschienen und wurde in vielen Fachjournalen zitiert. Bis heute wurde sie nicht widerlegt.

Mit ihrer Meta-Analyse hat sie damals bewiesen, dass viele Medikamente und Behandlungen genauso wirksam sind, wie Placebos. Das hat sie auch für Steroide (Kortison) nachgewiesen. Interessant, wenn wir ein Nichts einnehmen, ist das genauso gut wie Kortison. 

Zur Untersuchung meiner Hand bzw. des Daumenballens bin ich in der Hand Chirurgie der Uniklinik gewesen. Meine Ärztin dort hat mir „nur“ Ergotherapie, Manuelle Therapie und eine Orthese verordnet.
Davor war ich bei einem anderen Handchirurgen. Der wusste noch gar nicht, was die Ursachen für meine Schmerzen waren. Er hatte damals eine einmalige Injektion mit Kortison vorgeschlagen, versuchsweise. Meine Schmerzen sind unverändert geblieben. Erst danach hat er mich an eine Uniklink überwiesen, für ein MRT.

Seitdem denke ich, dass viel zu schnell mit Kortison behandelt wird, anstatt erst einmal „harmlosere“ Wege zu gehen, ohne Nebenwirkungen und Risiken.

Ich hatte am 3. Advent, letztes Jahr, auch einen Beitrag über Kortison in mehreren Facebook Gruppen veröffentlicht. Auffällig war da, dass sich einige Betroffene geäußert haben, die im medizinischen Bereich und in der Physiotherapie tätig sind. Sie nennen gerne die Vorteile, zeigen Heilerfolge, persönliche und auch bei Patienten auf. Aber wie können Sie so sicher sein, dass eine Behandlung mit Kortison wirklich nötig war.

Und das passt auch gut zu dem, was Dr. Zhang damals herausgefunden hat. Ärzte bewerten die Behandlungserfolge ihrer Patienten wesentlich besser als der Patient selbst.

Der Placebo-Effekt und seine Determinanten bei Arthrose: Meta-Analyse randomisierter kontrollierter Studien, WZhang1, Robertson1, Jones2, Dieppe3, Doherty1, Ann Rheum Dis. 2008 Dez;67(12):1716-23. doi: 10.1136/ard.2008.092015. Epub 2008 Jun 9. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18541604?dopt=Abstract#

Deutsches Ärzteblatt, 2.04.2013, Kortison erhöht Thromboserisiko, https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/53910/Kortison-erhoeht-Thromboserisiko

Deutsches Ärzteblatt, Medizinreport, Gonarthrose: Wenn Kortison schadet statt nutzt, Dtsch Arztebl 2017; 114(27-28): A-1384 / B-1157 / C-1132, Rüdiger Meyer, https://www.aerzteblatt.de/treffer?mode=s&wo=17&typ=16&aid=192342&s=Knorpel&s=kortison

Kortison: Was ist gut und was ist böse? Dr. med Johannes Fröhlich, Erstveröffentlichung: Zeitschrift «info» Nr. 152 (Juni 2019) der Schweizerischen Polyarthritiker-Vereinigung (SPV), https://www.rheumaliga.ch/blog/2019/cortison-was-ist-gut-und-was-ist-boese

Medizinreport: Studien im Focus, Transkriptionsfaktor E47: Mechanismus des Steroid-Diabetes aufgeklärt, Dtsch Arztebl 2019; 116(6): A-272 / B-225 / C-225, Dr. med. Vera Zylka-Menhorn

Jon Kabat-Zinn, Gesund durch Meditation, Das vollständige Grundlagenwerk zu MBSR, O.W. Barth Verlag, 2013

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Die Entzündungsprozesse in Gelenken

werden durch die Arachidonsäure befeuert. Diese 4-fach ungesättigte Fettsäure ist in Eigelb, Fleisch, Milch- und Sojaprodukten, aber auch Fisch enthalten. Sie ist eine Omega-6 Fettsäure, die unser Körper auch selbst herstellen kann. Aus ihr werden Hormone gebildet. Eigentlich ist sie wichtig für unser Immunsystem. Aber bei einem zu viel fehlen die Stoffe, die die Arachidonsäure ausschalten. Das sind die Omega-3 Fettsäuren. Das Immunsystem reagiert über und greift dann unsere Gelenkschleimhäute an. Ein zu viel an fetthaltigen tierischen Lebensmitteln sollen wir deshalb vermeiden. Außerdem sind für uns hochwertige Speiseöle mit viel Omega-3 wichtig.

Eine pharmazeutische Lösung ist die Hemmung der Entzündungsstoffe mit Hilfe von Glucocorticoiden, nichtsteroidalen Antirheumatika und Cox-Hemmern.

Ein Grund mehr, denke ich, auf Fleisch zu verzichten. Nicht nur weil im Moment so viele Schlachtereien im Focus der Öffentlichkeit stehen. Ich denke auch an die Tiermast, die zum großen Teil mit Tierquälerei verbunden ist. Die Überfischung der Meere darf auch nicht vergessen werden.

Wir belasten unsere Körper zusätzlich mit Antibiotika und Pestiziden. Auch in der Fischzucht werden diese Stoffe eingesetzt. Die Pestizide werden in Futtermittel gemischt, um sie haltbar zu machen. Der bayrische Rundfunk hat einen interessanten Beitrag dazu veröffentlicht.

Ich esse nur noch ganz selten Tierisches. Und neulich habe ich bei Schnippelboy ein leckeres Rezept für Buchweizenpfannkuchen mit Tomaten, Oliven und Peperoni gesehen. Spontan habe ich kommentiert, dass ich dieses gesunde Rezept auch kochen werde. Weil es auch einfach zuzubereiten ist. Prompt wurde ich gebeten, ein Foto zu zeigen. Hier ist es.

Nun habe ich daraus eine Variante gemacht. Vegane Buchweizenpfannkuchen gefüllt mit Kichererbsen in Tomatensauce und mit Basilikum. Für die Pfannkuchen nehme ich statt der Eier Sprudel ( 250ml ). 100g Buchweizenmehl, 50g Vollkornweizenmehl, 1-2 EL Anis, 1 EL Rohrzucker, Salz werden mit Sprudel verrührt.

Für die Sauce werden Zwiebeln, Knobi und Peperoni angeschwitzt. Die Kichererbsen und Tomaten dazugegeben. Alles wird mit einer Prise Estragon, Pfeffer, Salz abgeschmeckt.

Zum Kochen nehme ich kein Sonnenblumenöl, da hier der Anteil an Omega-6 Fettsäuren überwiegt. Ich koche lieber mit Rapps- oder Olivenöl. Die Omega-3 Fettsäuren können durch zu starke Hitze zerstört werden. Sie vertragen maximal 120°. Ich habe einen Induktionsherd, bei dem ich die Temperaturen eingeben kann. Hochwertige Öle, z.B. Leinöl, Walnussöl, Schwarzkümmelöl, gebe ich nur zu Salaten, Dips oder über Gemüse.

Kichererbsen, aber auch andere Hülsenfrüchte, sind sehr gute Eiweißlieferanten. Genuss ohne Reue.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen bei Arthrose Behandlungen

wird in der praktizierten Medizin gerne geschwiegen. Ihr könnt Euch gerne mal die Beipackzettel Eurer Medikamente durchlesen. Auch die der frei käuflichen.

Aber auch einige operative Eingriffe bringen Risiken mit sich. Ich bin auch in anderen sozialen Medien unterwegs. In den Arthrose Gruppen dort habe ich schlimme Berichte von Betroffenen gefunden. Nach einer Arthroskopie am Knie, war eine Frau mehrere Monate bettlägerig. Sie konnte ihr Bein nicht sofort bewegen. Das ist ja schon schlimm genug. Damit sie nicht auch noch an einer Thrombose erkrankte, musste sie zusätzlich Medikamente einnehmen.

Eine Rheumatologin hat durch eine Meta-Analyse eindeutig festgestellt, dass viele Behandlungen bei Arthrose gar nicht nötig sind. Dazu gehört auch die Arthroskopie, Kortison, Opioide. Sie hat sich viele Studien angeschaut und dabei beobachtet, dass Placebo Behandlungen genauso gut sind wie Medikamente, Operationen, alternative Behandlungsmethoden und Heilmittel.

In meinem Beitrag Schmerzen habe ich Euch schon einmal von dem Placebo Verdacht bei Opioiden berichtet und dass mit Autogenem Training, Meditation, Suggestion Schmerzen auch sehr effektiv reduziert werden können. Und wir sollten nicht vergessen, wie gefährlich die Einnahme von Schmerzmitteln ist. Die Opioid-Krise in Amerika zeigt das ganz deutlich.

Anscheinend brauchen wir immer irgendetwas, damit es uns besser geht. Unseren Selbstheilungskräften vertrauen wir nicht. Mir ging es am Anfang auch so. Ich habe eine Menge ausprobiert. Ingwer, Kurkuma, die Gewürzmischung Cumin-Muskatnuss-Koriander, Hagebuttenpulver. Dabei bin ich selbst Naturwissenschaftlerin.

Auch Injektionen mit Hyaluronsäure habe ich mir spritzen lassen. Nach 4 Monaten waren die Schmerzen wieder da. Heftiger denn je. Um nicht die Torturen zu vergessen: Nach einer Spritze war mein Daumen ca. 2 Tage völlig unbeweglich. Bei jedem Bewegungsversuch Schmerzen. Nach einer weiteren Spritze war meine ganze Hand betroffen. Jede Bewegung ein Schmerz. Auch die Wirksamkeit von Hyaluronsäure Injektionen wird in der oben genannten Meta-Analyse in Frage gestellt.

Ich habe mich dann selbst auf die Suche nach Forschung, Studien, wissenschaftlichen Abhandlungen gemacht. Bis ich die Ergebnisse von Scheinakupunktur, Arthroskopie und die zusammenfassende Auswertung von Placebo Behandlungen gefunden habe.

Wenn das alles nicht hilft, was bisher meine Ärzte verordnet und verschrieben haben. Dazu gehört auch Physiotherapie. Was kann mir dann noch helfen? Auch eine Ernährungsumstellung und Intervallfasten haben nur zeitweise geholfen. Und ich hatte damals schon vor meiner Diagnose Kraftsport gemacht. Für einen Gelenkersatz war ich noch zu jung.

Die Schmerzen waren zwar nur leicht. Sie verschwanden aber auch für einige Zeit. Fast hätte ich das MRT abgesagt. Ich lass da jetzt einmal nachschauen, was los ist, habe ich mir damals gesagt. Jetzt, nach der langen Wartezeit, nehme ich den Termin und die Untersuchung wahr. Wer weiß, vielleicht tauchen die Schmerzen wieder auf. Und dann nochmal warten. Außerdem weiß ich endlich, ob das nur eine Bänder Überdehnung ist. Jedenfalls so hatte mir das mein Hausarzt erklärt.

Seitdem ich mich mit dem Thema Psyche und Krankheit auseinander gesetzt habe, sind meine Schmerzen weg. Ich habe mich sehr viel mit Stressbewältigung beschäftigt. Aber auch Behandlungsmethoden wie Flow und MBSR.

Die Psyche und ihre vielen Facetten, der Placeboeffekt waren in meinem allerersten Beitrag Thema. Die Steigerung von Beweglichkeit und Belastbarkeit zeigt deutlich auf wie wir Menschen drauf sind. Wir lassen uns gerne manipulieren. Und erst dann geht es uns besser. Dabei könnten wir mit gesundem Selbstvertrauen viel erreichen, auch ohne Medikamente, Operationen.

Vor meinem Unfall und meiner Diagnose habe ich bereits Autogenes Training praktiziert. Die Schmerzen waren ja auch zeitweise weg und wenn, immer ganz leicht. Ich habe gelegentlich Schmerzsalben aufgetragen. Eine einmalige Kortison Injektion hatte mir nicht geholfen. Pain kam nach 2 Tagen wieder zurück.

Natürlich denke ich oft über Später nach. Die Arthrose ist fortschreitend und breitet sich auch auf die anderen Fingergelenke aus. Schmerzen habe ich keine. Seitdem ich vermehrt auf meine Ernährung achte und auch Achtsamkeitsübungen mache ist die Steifigkeit in meiner rechten Hand zurück gegangen. Dabei betreibe ich seit dem Lockdown kaum Krafttraining und obwohl ich zur Zeit chronischen Bewegungsmangel habe.

Ich suche natürlich weiterhin nach neuen Forschungsergebnissen. Aber mit dem was ich jetzt weiß und anwende, kann ich ein bisschen Zeit überbrücken. Bis endlich eine gute medizinische Lösung gefunden wird. Den Knorpelabbau zu stoppen, ganz ohne Risiken und Nebenwirkungen.

Ann Rheum Dis. 2008 Dez;67(12):1716-23. doi: 10.1136/ard.2008.092015. Epub 2008 Jun 9. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18541604?dopt=Abstract#

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Mit Achtsamkeit die Ernährung umstellen

3 Tage ohne Zucker. Gestern hätte ich am liebsten Pancakes zum Frühstück gegessen. Mit einer dicken Puderzuckerschicht drauf. In meinem Kopf habe ich ein Bild davon lange Zeit mit mir rum getragen. Irgendwie habe ich es dann doch geschafft, darauf zu verzichten. Ich habe eine Sitzmeditation ausprobiert. Das erste mal.

Innere Unruhe kam in mir auf. Ich muss doch noch… Meine Beine waren unruhig, wollten fortgehen. Meine Arme fröstelten. Nein, du hast genug Zeit. Du bleibst jetzt hier und versuchst dich auf das Atmen zu konzentrieren.

Wirklich schwierig, die Unruhe auszuhalten. Nichts dagegen zu machen. Weiter den Blick auf das Atmen richten. Mit der Zeit kam die Ruhe und die Kälte verschwand.

Naja, heute habe ich Pancakes gegessen. Mit Honig. Auf das Süße kann ich nicht verzichten. Und wenn es kein Törtchen, Schokolade ist? Ich merke schon, dass ich dafür Ersatzstoffe gefunden habe. Immer, wenn ich an etwas Kniffligem arbeite, sage ich mir: „Erst mal eine Pause machen und etwas essen. Danach ist der Kopf frei. Wenn ich keinen Hunger habe, kann ich besser denken.“ Auf einmal fällt mir auf, wie ich gedankenlos etwas in mich hinein stopfe. Ganz schnell, ganz viel. Wie ein Hamster. Selbst wenn mir bewusst wird, was ich gerade eben mache, kann ich nicht einfach stoppen. Die Tüte mit Nüssen wird zwar weggelegt. Ich esse trotzdem noch was anderes. Ganz unbewusst.

Die Organisation Foodwatch, Die Essensretter, hat auf ihrer Seite einen ganz interessanten Artikel über Zuckerhaltige Lebensmittel veröffentlicht. Die 7 größten Mythen über Zucker und Übergewicht. Mit Bildung und Erziehung alleine kann nicht unbedingt die Ernährung verbessert werden. Durch die Verbesserung des Lebensmittelangebots, Kennzeichnung von Lebensmitteln oder auch der Veränderung von Marketing kann wesentlich mehr Einfluss auf Kinder und Konsumenten erreicht werden.

Süße Verführungen – Kindheitserinnerungen

Jon Kabat – Zin empfiehlt mit ganz alltäglichen Dingen Achtsamkeit zu üben. Ganz bewusst einen Bissen oder Schluck nehmen und bewusst „Schmecken-Fühlen-Riechen“. Wie sieht das Essen aus? Wie ist die Konsistenz vom Essen? Welche Aromen kann ich riechen und schmecken. Was passiert beim Kauen und Schlucken?

Essen, nicht nur nebenher. So soll der Gedankenfluss unterbrochen werden. Damit wir uns endlich auf das konzentrieren, das wir gerade machen. Keine Ablenkung, keine Zerstreuung. Bei solchen Übungen erleben wir ganz intensiv, wie wir drauf sind. Warum, wieso, weshalb wir gerade etwas tun. Klarheit entsteht und wir bekommen Kontrolle über uns und unser Verhalten.

Indem ich meinen Focus auf eine einzige Tätigkeit lenke, wird mir bewusst, was ich in diesem Moment tue. Ich halte inne und überlege, warum ich das mache. So kann ich ganz gut mein Essverhalten erkennen und an ihm arbeiten.

Ab jetzt werde ich in dem Moment, in dem ich einen Drang zu Süßigkeiten spüre, inne halten, einatmen und an etwas angenehmes Denken. Oder ich male mir im Gedanken aus, wie ich ein schwieriges Problem erfolgreich löse.

Einkaufszettel – Gedankenstütze

Jon Kabat-Zin, Gesund durch Meditation, Das vollständige Grundlagenwerk zu MBSR, O.W. Barth Verlag, 2013

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MBSR – wie Stress unseren Körper verändert

Die Normalität kommt mittlerweile auch zu mir. Seit dem 15. Mai gehe ich wieder regelmäßig aus. Am liebsten gehe ich hier zu einer griechischen Taverne. Ein schönes kleines Bistro, mit familiärem Feeling. Mutter und Sohn arbeiten im Vordergrund. Auch der Vater ist regelmäßig da und pflegt die sehr herzliche Gastfreundschaft. So manches Gläschen Ouzo und Tsipouro haben wir gemeinsam getrunken.

So einfach und menschlich. Jeder wird so angenommen wie er ist. Jeder ist willkommen. Wenn nicht genügend Tische frei sind, rücken alle zusammen. Interessante Gespräche entwickeln sich. Sogar Freundschaften.

Selbst wenn Spannungen zwischen den Gästen entstehen, wird gemeinsam und diplomatisch nach einer Lösung gesucht. Auch andere Gäste helfen dann, Streithähne auseinander zu bringen. Immerhin leben wir hier in einem kleinen Ort. Wie heißt es so schön: „Man sieht sich immer zweimal im Leben.“ Ihr könnt mir glauben. Einige sehe ich sogar mehrmals in der Woche.

Ein älterer Mann, der von sich selbst sagt, er hätte viel Glück im Leben gehabt, mischt sich gerne ein. Immerhin hat er viel Geld und kommt deshalb auch viel rum. Und deshalb meint er urteilen zu können. Keinem kann er Seins lassen. Am liebsten hätte er, dass alle so leben würden und so wären, wie er es vorschlägt.

Ist Alter und Geld wirklich ein Indiz für Weisheit? Jon Kabat-Zin, der Begründer von MBSR, sagt, dass wir Menschen uns selbst viel zu ernst nehmen. Wir denken über die Vergangenheit nach und über die Zukunft. Über den Moment, in dem wir gerade leben, reflektieren wir nicht. Wir sind so sehr mit uns beschäftigt, dass wir nicht wahrnehmen, was in uns gerade vorgeht. Nicht unsere Emotionen, unsere Gefühle.

Die Achtsamkeit, das Hier und Jetzt, der gegenwärtige Moment sind nichts esoterisch Verklärtes. Die Achtsamkeit ist real. Sie zeigt uns, wie wir empfinden, uns fühlen in den ganz alltäglichen Situationen. Und daraus entwickeln sich spontan Einsichten. „Die Lösung liegt in Dir.“

Aber auch die anderen annehmen. So wie sie sind. Alles ist richtig, nichts ist falsch. Denn jeder Mensch ist anders. Hat andere Erfahrungen, Erlebnisse und Einsichten. Manchmal sogar Schlimmes. Bis in die Kindheit kann das gehen. Dann ist es doch auch gut Verständnis zu zeigen. Sich in den anderen hinein zu versetzen.

Jon Kabat-Zin ist kein Guru, der uns auf den richtigen Weg führen möchte. Er lädt dazu ein, an einem Experiment teilzunehmen. Eine Möglichkeit sich besser kennen zu lernen. Wir haben bestimmt alle schon erlebt, wie unser Handeln und Können von unserer jeweiligen Tagesform abhängig ist.

Gesund durch Meditation – im Original: Full Catastrophe Living – von Jon Kabat-Zin, möchte uns zeigen, wie wir mit Stress besser umgehen können. Herauszufinden, wie wir die Achtsamkeit am besten in unser Leben integrieren können. Denn Stress macht sich in unserem Körper in vielen biochemischen Prozessen bemerkbar. Bis hin zu Zellveränderungen. Elizabeth Blackburn hat nachgewiesen, dass der Alterungsprozess in Zellen durch Stress beschleunigt wird. Aber auch die Art und Weise wie wir Stress erleben, bestimmt das Zellensterben.

Auch Knorpelzellen und Eiweißbausteine werden verändert. In der Forschung werden Umbauprozesse am Knorpel für den Knorpelabbau verantwortlich gemacht. Interessante Infos zur Entstehung von Arthrose findet ihr auf ndr.de

Ich hatte heute einen unangenehmen Termin auf der Arbeit. Jedenfalls das habe ich gedacht. Heute morgen war ich auch sehr angespannt und genervt. Nichts wollte mir auf Anhieb gelingen. Ich mache mir auch Sorgen, ob ich mich bei den Fahrten im ÖPNV infiziere. Und die Atemnot, die immer aufkommt.

Bewegung ist wichtig bei Arthrose. Das weiß ich. Aber in der letzten Zeit vernachlässige ich das. Obwohl ich doch immer wieder darüber lese und Euch davon berichtet habe. Heute hat es auch geregnet. Also, ich musste mich wirklich überwinden. Sobald ich in der Stadt angekommen war, bin ich gelaufen. Später denselben Weg zurück. 10632 Schritte. Durch den Bethmann Park.

Vor Pfingsten bin ich auch schon mal dort gewesen. Aber es war so windig. Viel zu schwierig vernünftige Aufnahmen zu machen. Und heute war alles anders. Brauchbare Fotografien. Nach dem Termin. Der war sehr angenehm. Und aus ihm wird sich noch Einiges entwickeln.

Jon Kabat-Zin, Gesund durch Meditation, Das vollständige Grundlagenwerk zu MBSR, O.W. Barth Verlag, 2013

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MBSR – ohne Medikamente Arthrose und Schmerzen behandeln

Heute war es so weit. Ich habe das Standardwerk zur Meditationspraxis von Jon Kabat-Zin, Gesund durch Meditation, in der Bibliothek abgeholt. Bestimmt 6 Wochen musste ich darauf warten. Ein Meditationsprogramm, das vielversprechend ist. Angst, Depressionen, Erschöpfungszustände, Schmerzen, Stress – sie sollen alle mit MBSR positiv beeinflusst werden. Die Selbstheilungskräfte werden gesteigert. Wir lernen besser mit Krankheiten umzugehen.

Und ich habe noch ein Buch ausgeliehen. Schon letztes Wochenende. Mindfulness, geliebte Achtsamkeit von Edel Maex, Psychologe. Für ihn ist Meditation eine Möglichkeit, das was er in seinem Berufsalltag erlebt, zu verarbeiten und um so besser seine Patienten zu therapieren. Die positive Wirkung von Meditation wollte er auch seinen Patienten vermitteln. Aber wie sollte er seine Erfahrungen in seine berufliche Praxis einbringen. Durch Zufall hatte er damals das Stressreduktionsprogramm von Jon Kabat- Zin kennen gelernt. Eine wissenschaftliche Methode, die in medizinischen Bereichen bereits erprobt und anerkannt war.

Jon Kabat-Zin macht in seinem Vorwort zu Mindfulness – Geliebte Achtsamkeit unsere ständige Erreichbarkeit verantwortlich dafür, dass wir nicht zur Ruhe kommen und zur Besinnung. Was für uns wichtig ist und im Miteinander mit anderen, dürfen wir nicht vergessen. Erst schauen und hören. Fühlen was in einem selbst vor sich geht. Dann handeln.

Achtsames Leben ist aber auch mit Poesie eng verknüpft. So wie wir ein Kunstwerk betrachten und ihm Wertschätzung entgegen bringen, so richten wir unseren Blick auf unsere aktuelle Lebenssituation. In der Achtsamkeit wird nicht nach der Vergangenheit geschaut. Denn die können wir nicht verändern.

Mindfulness – Geliebte Achtsamkeit von Edel Maex lädt dazu ein, sich auf ein achtwöchiges Experiment einzulassen. Die Übungen im Sitzen, Liegen, Bewegungsübungen aus dem Yoga und Gehmeditationen einfach auszuführen. Ohne zu Werten, ohne Erwartungen zu formulieren. Einfach alles auf sich wirken zu lassen.

Edel Maex ergänzt sein Programm mit Texten von Leonard Cohen, der auch die positiven Effekte traditioneller Meditationsübungen für sich entdeckt hat.

Mindfulness – Geliebte Achtsamkeit, Edel Maex, 2018, Junfermann Verlag, ISBN dieses E-Books: 978-3-95571-735-3 (EPUB), 978-3-95571-737-7 (PDF), 978-3-95571-736-0 (MOBI)

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Moderate Bewegung im Alter

Auch bei Arthrose und Übergewicht

Gerade eben habe ich auf Facebook in zwei Arthrose Gruppen einen Beitrag über Bewegung gepostet. Den Beitrag habe ich blau markiert.

EULAR (European League Against Rheumatism ) hat in einer Studie herausgefunden, dass Krafttraining die effektivste Methode ist, um Schmerzen erfolgreich zu reduzieren.


Gestern Abend wurde bei den Bewegungsdocs auf NDR der Krankheitsfall von einem Mann mit Polyarthritis besprochen. Bei seiner Untersuchung wurde festgestellt, dass muskuläre Dysbalancen und Verspannungen seine Schmerzen verursacht haben. Nicht die Arthrose. Mit dem richtigen Bewegungsprogramm hat sich seine Beweglichkeit verbessert und er ist nun schmerfrei. (b-docs, ndr.de)


Joggen belastet Gelenke nicht. Das wurde jetzt in einer Studie festgestellt. Auch bei Patienten mit Adipositas, so EULAR, ist laufen nicht schädlich für die Gelenke.

Forscher haben über 10 Jahre Patienten mit Knieproblemen beobachtet. Sie wollten herausfinden, ob sich durch übermäßige Aktivitäten eine Gonarthrose entwickelt. Die Teilnehmer der Studie waren zwischen 45 und 79 Jahren alt. Der Focus lag auf anstrengenden Sportarten. Aerobic, Radfahren, Joggen, Skilanglauf und -Abfahrt, Schwimmen, Tennis.

Oft haben Menschen mit Knieproblemen Angst etwas falsch zu machen. Durch Sport ihre Gelenke falsch zu belasten und damit die Entwicklung von Gelenkschäden zu unterstützen. Aber auch mit Schmerzen zu trainieren, ist für viele unvorstellbar. Aus Angst davor schonen sie sich. Dabei ist die Belastung der Gelenke doch wichtig. Nur so wird der Knorpel mit Nährstoffen versorgt und Muskeln gekräftigt.

Wer ein bis zweimal in der Woche moderat Sport treibt riskiert nichts. Selbst Menschen mit Übergewicht. Im Gegenteil: Ältere Menschen, die nicht sportlich aktiv waren, hatten Knieschmerzen und Depressionen. Diese Teilnehmergruppe hatte einen niedrigen Bildungsabschluss, einen höheren BMI und eine geringere Quadrizeps Stärke.

Kurze Zeit darauf wurde mein Beitrag von einem Gruppenmitglied geliked und sie meldete sich mit einem Kommentar. Wenn jetzt noch die Artikel auf Deutsch wären, dann wäre es schön.

(Englisch eine internationale Sprache. Im wissenschaftlichen Bereich werden gerne untereinander, Länder übergreifend, Forschungsergebnisse ausgetauscht.)

Ich habe ihr eine Vorschlag gemacht. Mit einem Translator zu arbeiten. Den gibt es umsonst von Windows oder Google. (ich weiß, auch von Duden etc. Praxistipp.de hat dazu einen Beitrag gepostet.)

Sie hat darauf geantwortet. Die Übersetzungen sind ungenau. Sie weiß welcher Sport gut für ihre Hüfte ist. „Was soll das alles?“ habe ich sie gefragt. Viele Menschen, auch in der Gruppe, verstehen Englisch oder können mit einem Übersetzungsprogramm arbeiten.

Mir macht das nichts aus. Ich muss mich doch auch durch alle Papers durcharbeiten. Immerhin geht es doch hier um unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden.

Ich verstehe gar nicht, warum manche so bequem sind. Alles wollen sie möglichst auf dem Silbertablett serviert haben. Ist das wirklich mein Job? Ich weiß, dass nicht jeder in der Lage ist, einen medizinischen Fachartikel zu lesen, und schon gar nicht in einer Fremdsprache. Ich kann mir ganz gut vorstellen, was im Einzelnen dabei vorgeht. Fachausdrücke, die man/frau nicht kennt. Fachlatein, wovon frau/man glaubt, nichts zu verstehen. Alles kein Problem. Je mehr ich mich mit etwas auseinandersetze, desto mehr beginne ich zu verstehen. Alles eine Frage der Zeit. Und ihr könnt mich jederzeit fragen und kommentieren. Das hilft auch mir beim Schreiben und Verstehen.

Und das, was ich herausfinde, teile ich doch gerne mit Euch. Mit Gelenkerkrankungen hat sich ein großer finanzkräftiger Markt entwickelt. Viele möchten daran ihr Geld verdienen. Mit dubiosen Behandlungsmethoden, die starke Nebenwirkungen und gesundheitliche Risiken haben.

Die Verbraucherzentrale hat kritische Berichte über die Gesundheitsrisiken und Wirksamkeit von Chondroitin, Grünlippmuscheln, Glucosamin, Haifischflossen, Hyaluronsäure und MSM ins Netz gestellt und durchleuchtet den Markt mit Gelenkpräparaten; auch über Kurkuma, das im Moment einen Hype aufgrund seiner vielfältigen Heilkräfte hat.

EULAR recommendations for the health professional’s approach to pain management in inflammatory arthritis and osteoarthritis; https://ard.bmj.com/content/77/6/797.full

Association of Long-term Strenuous Physical Activity and Extensive Sitting With Incident Radiographic Knee Osteoarthritis, Original Investigation Rheumatology May 4, 2020, Alison H. Chang, PT, DPT, MS1; Jungwha (Julia) Lee, PhD2; Joan S. Chmiel, PhD2; et al; (JAMA Network Open 2020; https://doi.org/10.1001/jamanetworkopen.2020.4049)

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Rückentraining mit dem Thera-Band
über Arthrose Behandlungen, Lesenswertes, Persönliches, Sport

Krafttraining – Muskelaufbau bei Gelenkerkrankungen

ist das effektivste Mittel gegen Schmerzen und für die Steigerung der Beweglichkeit. EULAR (European League Against Rheumatism) hat dies in einer Studie zur Schmerzbehandlung nachgewiesen und mit in ihre Empfehlungen zur Schmerzbehandlung bei Arthrose aufgenommen.

Liebscher/Bracht haben sich gegen das Krafttraining ausgesprochen. In ihrem Buch, Die Arthrose Lüge. Interessant, da bei der Analyse der sportlichen Interventionen bei Gelenkerkrankungen positive Effekte herausgestellt wurden. Speziell beim Krafttraining. Immerhin haben Ärzte, Physiotherapeuten, Psychologen und auch Patientenvertreter dies gemeinsam erarbeitet und diskutiert.

Mein Nachbar hat Gicht. Sein Knorpel ist im Knie vollständig abgebaut. Der Gelenkspalt hat sich drastisch verringert. Aber mein Nachbar hat keine Schmerzen.

Bei seiner letzten Untersuchung hat seine Ärztin Röntgenbilder verglichen. Vorher versus Nachher. Und sie wundert sich selbst, dass er überhaupt keine Schmerzen hat.

Ich frage mich auch wie er das schafft. Ich habe mit ihm über die Ergebnisse von EULAR gesprochen. Auf seine Ernährung achtet er nicht so gut wie ich. Aber er macht regelmäßig Krafttraining. Fährt täglich mit dem Fahrrad. Er ist schon immer gerne gelaufen und gewandert. Natürlich ist seine Beweglichkeit eingeschränkt. Das merkt er auch. Und eine OP kommt für ihn noch nicht in Frage. Er versucht jetzt mit Physiotherapie mehr Beweglichkeit zu erreichen.

Während dem Shutdown waren die Fitnessstudios geschlossen. Und auch jetzt zieht es mich nicht wirklich dorthin. Zu groß ist die Gefahr sich anzustecken. Und mit dem Mundschutz habe ich Atemprobleme.

Heute Morgen habe ich nochmal über alles nachgedacht. Mit einem Antikörpertest wäre sicher allen geholfen. Jeder hätte Gewissheit ob oder ob nicht. Dann wären wir alle frei im Kopf und könnten ganz anders mit der Corona Pandemie umgehen. Pläne für das Leben und die Zukunft machen. So wie es jetzt ist, darf ich nie den worst case als unvorhersehbare riskante Variable sehen. Er begleitet mich überall hin.

Gut, diese Zeit lehrt uns aber auch, dass wir flexibel sein müssen. Neue Lösungen und Wege müssen her.

O.K., einen Kraftraum brauche ich und den kann ich auch zu Hause aufbauen. Schon lange Zeit vor meiner Diagnose habe ich mit dem Theraband trainiert. Die bunten Bänder haben unterschiedliche Intensitäten bezüglich des Kraftaufwandes.

Rückentraining mit dem Thera-Band
Fit und gesund mit Kleingerät

Das Buch, Rückentraining mit dem Thera-Band, von Hans-Dieter Kempf, bietet ein Ganzkörpertraining an. Der Sportwissenschaftler erklärt, den Zusammenhang zwischen einzelnen Muskelgruppen, wie Kraftausdauer und Muskelkraft am effektivsten trainiert werden und wie ein Übungsprogramm gestaltet werden kann. In diesem reichlich bebilderten Buch gibt es unzählige Übungen, mit Varianten, für jeden Fitnesszustand. Auch Trainingsprogramme werden vorgestellt. In diesem Buch findet ihr auch Übungen mit Fitnessball, Hanteln und an der Trainingsbank. Und eines verspricht Hans Dieter Kempf: Die Beweglichkeit wird verbessert und Verspannungen verringert.

Ich werde jetzt mal auf die Matte gehen und heute endlich wieder meine Muckies trainieren. Und vielleicht gehe ich nachher in die Stadt. Es regnet ein bisschen. Zwischen den Wolken kommt gelegentlich die Sonne hervor. Myriade hat mit ihrem Gedicht „ Bruder im Regen“ meine Lust geweckt. Ich stelle mir vor, wie durch mich der kalte Wind hindurch fegt und dabei ein paar Regentropfen mitreißt, die mein Gesicht treffen. Herrlich, die Natur zu spüren.

EULAR recommendations for the health professional’s approach to pain management in inflammatory arthritis and osteoarthritis; https://ard.bmj.com/content/77/6/797.full

Rückentraining mit dem Thera-Band, Hans-Dieter Kempf, Rowohlt Taschenbuch Verlag

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